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Volleyball: CV Mitteldeutschland setzt Erfolgsserie fort

Uhr | Aktualisiert 03.02.2013 20:42 Uhr
Libero Erik Shoji (weißes Trikot) wurde zum wertvollsten Piratenspieler in der Partie gegen den VC Dresden gewählt. (FOTO: FIEBIG) 
Der Volleyball-Bundesligist CV Mitteldeutschland hat am Samstagabend das mitteldeutsche Derby gegen VC Dresden mit 3:1 (17:25, 25:21, 25:22,25:16) gewonnen.
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Spergau/MZ/LOS. 

Wenn sich die Gesichtsfarbe von Matthias Münz, Trainer des Volleyball-Bundesligisten CV Mitteldeutschland, während seiner Ansprache an die Mannschaft in einer nur 30 Sekunden dauernden technischen Auszeit in hochrot verfärbt, lässt sich erahnen, dass ihm etwas nicht gefällt. Mitte des dritten Satzes bei der Bundesligapartie am Samstagabend gegen den VC Dresden war dies der Fall.

Beim 1:1 nach Sätzen stand das Spiel auf der Kippe, und Münz wollte, dass es zugunsten seiner Piraten kippt. Der Drei-Punkte-Rückstand beim 13:16 passte Münz gar nicht. Seine Ansprache hatte Erfolg - die Piraten drehten diesen Satz und gewannen auch die beiden folgenden noch. Mit 3:1 (17:25, 25:21, 25:22, 25:16) setzten sich die Spergauer gegen den Tabellenvorletzten Dresden durch und belegen damit weiterhin Platz sechs der Tabelle.

Unter "nochmal gut gegangen" lässt sich dieser Sieg wohl verbuchen. "Ich habe damit gerechnet, dass Dresden hochmotiviert, mutig und taktisch gut vorbereitet in dieses Spiel geht", meinte Münz. Dass einige seiner Spieler davon arg überrascht waren, bestätigte Sebastian Hähner. "Die haben ja von Anfang an in Angriff und Aufschlag einhundert Prozent gegeben." Hähner, der zur Startelf der Piraten gehörte, wurde im ersten Satz beim Stand von 11:17 ausgewechselt. Es lief so gar nichts zusammen. "Ich habe Probleme mit der Hüfte. Das gilt aber nicht als Ausrede", so Hähner.

Noch im ersten Satz reagierte Münz auch auf der Zuspieler-Position und tauschte Ersatz-Kapitän Oliver Binder gegen Florian Völker. Binder war Mannschaftsführer, da Jiri Stolfa ein Verbot von Teamarzt Florian Gaul bekam: "Mit hohem Fieber und einer satten Erkältung gehört er ins Bett und nicht aufs Parkett."

Durch das Fehlen von Stolfa und die schwache Vorstellung von Hähner bekam Reservist Enrico Ehrhardt die Chance. "Es ist schön, mal wieder etwas mehr Einsatzzeit bekommen zu haben", meinte Ehrhardt. Auch wenn sein Trainer ihm bescheinigte, großen Anteil am Sieg gehabt zu haben, bezeichnete Ehrhardt seine Leistung als mittelmäßig: "Ich habe auch Fehler im Spiel gemacht."

Dass es im Piraten-Spiel am Anfang nicht so richtig lief, machte Ehrhardt daran fest, dass die Emotionen fehlten: "Im zweiten Satz wussten wir dann, dass es kein filigranes Spiel werden würde, sondern ein Kampfspiel - und das ist was für mich, ich bin ja so ein Kampfschwein". Ehrhardt lacht. Über den Kampf fanden die Piraten wieder ins Spiel und ließen die Gesichtsfarbe von ihrem Trainer wieder erblassen.

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