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Volleyball: Brüder-Duell in der Jahrhunderthalle

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 21:30 Uhr
Erik Shoji (FOTO: ECKEHARD SCHULZ) 
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Am Samstag trifft Chemie Volley Mitteldeutschland in der Jahrhunderthalle Spergau auf den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Dabei kommt es auch zur Austragung eines besonderen Duells - zwischen den Brüdern Erik und Kawika Shoji.
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Spergau/MZ. 

Wie sich die Brüder Erik und Kawika Shoji verstehen, darüber kann man freilich nur spekulieren. Wenn aber einer der beiden noch eine offene Rechnung mit dem jeweils anderen hat, am Sonnabend kann er es ihm heimzahlen. Auf dem Volleyballfeld versteht sich. Erik Shoji, Libero und Neuzugang auf Seiten des CVM könnte es in der Bundesligapartie gegen die BR Volleys mit seinem älteren Bruder Kawika zu tun bekommen. Nach dem College wechselten die beiden Brüder aus Honolulu auf Hawaii in die Bundesliga. Kawika legte dabei noch ein einjähriges Intermezzo in Finnland ein, bevor er 2012 auf Anhieb mit den BR Volleys Deutscher Meister wurde. Erik dagegen kam auf direktem Wege nach Mitteldeutschland und wählte die Piraten als Einstiegsverein für seine Volleyballkarriere. Und nun stehen sie sich gegenüber.

Zu verschenken habe beide nichts. Wobei die Zielstellung der zwei Vereine sich deutlich unterscheiden. Der Einzug in die Playoffs ist das Ziel der Piraten um Trainer Matthias Münz. In Berlin backen sie bedeutend größere Brötchen. Titelverteidigung und ein Weiterkommen in der Championsleague. Die aktuelle Tabelle sagt zu diesem Thema Einiges aus. Sechs Spiele, sechs Siege. Ein Satzverhältnis von 18:5 und zuletzt ein Sieg im Tiebreak gegen den Montenegrinischen Meister Budvanska Rivijera Budva in der Championsleague. Die Berlin Volleys kommen mit der breitesten aller Brüste zum CVM nach Spergau. "Wir schauen trotzdem, was möglich ist", sagt Münz. Und das nicht ganz zu unrecht, denn auch bei seiner Mannschaft läuft es eigentlich ganz rund. Zuletzt machte man mit dem VC Dresden kurzen Prozess. Aber das ist es nicht, vielmehr macht die Leistung gegen den großen Rivalen der Berliner Mut. Beim Auswärtsspiel in Friedrichshafen stand der CVM kurz vor der Sensation. Aber eben nur kurz. Wird es dieses Mal noch besser? "Möglich ist alles, aber die Statistik spricht da etwas gegen uns", sagt Münz. Noch nie konnten die Piraten gegen Berlin gewinnen. Düstere Aussichten eigentlich. Doch Münz klammert sich ein wenig an einen Strohhalm. "Irgendwann reißt ja bekanntlich jede Serie. Warum nicht am Sonnabend. Letzte Woche waren wir in Dresden der Favorit und jetzt sind wir halt Dresden in eigener Halle."

Entscheiden könnte auch das Bruder-Duell werden. Wenn es denn überhaupt zustande kommt. Bei den Berlinern wartet nämlich auch ein alter Bekannter auf seinen Einsatz. Sebastian Kühner, bis Ende letzter Saison noch im Kader von Münz, spielt auf der selben Position wie Kawika Shoji. Wer spielt, hänge davon ab, wie sehr Trainer Mark Lebedew rotiert. "Das kommt drauf an , wie gut sie das Championsleague-Spiel verkraften", sagt Münz. Dieses ging über kräftezehrende fünf Sätze. Gespielt haben sowohl Kühner als auch Shoji.

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