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Tischtennis: Alte Freunde zeigen Klasse in der Brauhaus-Sporthalle

Uhr | Aktualisiert 26.12.2012 19:03 Uhr
Die Doppelsieger Lucjan Blaszczyk (links) und Daniel Bak (FOTO: PETER WÖLK) 
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24 Frauen und Männer trafen sich in der Brauhaus-Sporthalle, um in einem Einzel- und einem Zweier-Mannschaftsturnier die Besten im Tischtennis zu ermitteln. Erwartungsgemäß gingen die Siege beim vierten Radisson-Blu-Cup nach Polen.
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Merseburg/MZ. 

Schon in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts organisierte der TSV Merseburg jährlich ein internationales Tischtennis-Turnier. Aus dieser Veranstaltung ging die Veranstaltung um den Radisson-Blu-Cup, der in diesem Jahr seine vierte Auflage erlebte, hervor. 24 Frauen und Männer trafen sich in der Brauhaus-Sporthalle, um in einem Einzel- und einem Zweier-Mannschaftsturnier die Besten zu ermitteln. Erwartungsgemäß gingen die Siege nach Polen. Im Einzel siegte Lucjan Blaszczyk vor Daniel Bak, mit dem er auch den Doppelwettbewerb gewann.

International war das Turnier auch in diesem Jahr besetzt. "Zudem lebt es auch vom Treffen vieler alter Freunde, die immer wieder gern in die Domstadt kommen", war sich der Organisator der Veranstaltung, TSV-Geschäftsführer Klaus Ködel, sicher. "Ich habe sofort zugesagt, habe gleich meine in Krefeld lebenden Eltern und die jüngere Schwester mitgebracht", sprudelte es aus der chinesisch stämmigen Yingni Zhan heraus, die in der Saison 2008 / 2009 für Merseburg in der 2. Frauen-Bundesliga spielte. "Das war damals toll, auch weil sich viele enge Freundschaften entwickelt haben", fügte sie an. Auch die Chinesin Chen Yi, die von 1999 an einige Jahre erfolgreich für den TSV spielte, war mit Ehemann und Tochter in die Domstadt gekommen. Seit zwei Monaten lebt sie wieder in Berlin. "Ich fühle mich echt geehrt, dass ich eingeladen wurde", sagte sie. "Nach sieben Jahren greife ich erstmals wieder zum Tischtennisschläger", betonte sie. "Aber gelernt ist gelernt", staunte nicht nur Ködel.

Aus dem polnischen Zielona Gora war der mittlerweile 38-jährige Lucjan Blasczyk angereist. 16 Jahre hatte er für Grenzau in der 1. Bundesliga gespielt. Auch heute noch ist der ehemalige Vize-Europameister mit dem Tischtennis eng verbunden, betreibt er doch in seiner Heimatstadt eine Akademie für den Sport an den grünen Tischen. "1996 war ich das erste Mal in Merseburg. Das Treffen mit alten Freunden ist super", erzählte er. Mitgebracht hatte er Daniel Bak, den polnischen Vizemeister im Doppel. Beide dominierten auch die Wettbewerbe, da sie als Aktive in der ersten polnischen Liga voll gefordert sind. Auch über den 49-jährigen Guanjian Zhan, einst Bundesliga-Profi und heute noch Oberligaspieler in Uerdingen, staunte die Konkurrenz. "Der ist noch gut drauf", lobte ihn auch seine Tochter Yingni.

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