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Hallenhockey: Kein perfekter Start, aber ein guter

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 22:11 Uhr

Bitter: Christian Zeiger (Mitte) wird dem TSV Leuna lange fehlen. (FOTO: PETER WÖLK)

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Der TSV Leuna hat sich nach dem Saisonauftakt am Wochenende vier Punkte erkämpft, muss aber lange auf Leistungsträger Zeiger verzichten.
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Leuna/MZ. 

Vollständig zufrieden könne er nach dem ersten Wochenende in der 2. Bundesliga Ost im Hallenhockey ja nicht sein. Mit dieser Aussage konfrontiert, blieb Andreas Rehder ruhig und relativierte. "Es war ein guter Start, aber kein perfekter", sagte einer der Trainer des TSV Leuna.

Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Thomas Poczatek hatte er einen Sieg und ein Unentschieden gesehen. Den Heimauftakt am Samstag gegen den Berliner SC gewann der TSV 5:3. Das Gastspiel am Sonntag bei Zehlendorf 88 endete 6:6. Mit vier Punkten steht Leuna auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der Erfolg gegen den BSC war ein hartes Stück Arbeit. Zum einen, da Trainer und Mannschaft tags zuvor die Nachricht erreichte, dass Leistungsträger Christian Zeiger lange ausfallen wird. "Die erste Diagnose war ein Kreuzbandriss", sagte Rehder. Beim Vorbereitungsturnier in Nürnberg hatte Zeiger sich verletzt. Seinen Ausfall musste die Mannschaft erst einmal verkraften. Und sie tat es erstaunlich gut. Die frühe Leunaer Führung durch Stefan Reichardt (6.) glich Richard Riegger in der 15. Minute aus.

In einer temporeichen Partie markierte Nils Poczatek die erneute Führung für den TSV (38.). Nur vier Minuten später lag der Gastgeber jedoch 2:3 zurück. Riegger hatte mit seinen Treffern zwei und drei die Partie gedreht. Der TSV brauchte dann einige Zeit, um seinerseits zurückzuschlagen. Poczatek (55.) und Michael Eisele (57.) brachten Leuna wieder in Front, Tobias Schaltonat machte den Deckel drauf (60.). "Dass wir den spielerisch sehr starken Berliner SC geschlagen haben, war sehr gut und hat uns Ruhe gebracht", sagte Rehder.

Ein zweiter Dreier gegen den Aufsteiger Zehlendorf 88 war am Sonntag zum Greifen nah, doch der TSV Leuna brachte sich selbst um den Lohn. 5:4 führten die Gäste, als sie sich einige Undiszipliniertheiten erlaubten. Die Schiedsrichter zeigten gleich drei gelbe Karten. "Völlig unnötig", kritisierte Andreas Rehder das Verhalten einiger Spieler.

In doppelter Überzahl war es für Zehlendorf leicht, den Rückstand in eine Führung umzuwandeln. Doch 20 Sekunden vor Spielende begünstigte ein Abspielfehler den TSV, der so zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte.

"Mit einem Sieg wären wir Tabellenführer gewesen. Das wäre schon schön gewesen", sagte Rehder. Doch die Leistung seiner Mannschaft stimmt ihn positiv, auch wenn mit Christian Zeiger ein sehr wichtiger Spieler fehlt. "Christian war in der Vorbereitung in Topform. Er ist unser Goalgetter vom Dienst, den wir leider nicht eins zu eins ersetzen können", so Rehder. Die Spielweise wird sich durch Zeigers Ausfall sicher etwas verändern. Die Zielstellung aber nicht.

"Wir haben eine vordere Platzierung als Ziel ausgegeben, da machen wir auch jetzt keine Abstriche", sagt Rehder. Der Kader sei gut genug, um geschlossen den Ausfall von Zeiger zu kompensieren. "Es muss sich sicher noch einschleifen", findet Rehder, "aber es wird funktionieren. Wir sind da optimistisch."

Am kommenden Sonntag ist der TSV Leuna beim ATV Leipzig zu Gast, ehe es eine Woche später in heimischen Gefilden gegen den Aufstiegsfavoriten TC Blau-Weiss Berlin geht.

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