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Fußball: Autogramme von Silvia Neid und Co.

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 21:45 Uhr

Stolz präsentieren die Mädchen von Sportring Mücheln die Unterschriften auf ihren T-Shirts. Sie trafen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. (FOTO: WÖLK)

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Die Mädchenmannschaft von Sportring Mücheln durfte auf Tuchfühlung mit der Frauennationalmannschaft gehen. Die kleinen Fußballerinnen freuten sich über Autogramme und Unterschriften auf ihren Trikots.
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Mücheln/MZ. 

Die Augen funkeln immer noch bei den kleinen Fußballerinnen von Sportring Mücheln. "Für mich war super, dass Silvia Neid auf meinem Ball und meinem Trikot unterschrieben hat", sagt die zehnjährige Emily. Und ein bisschen was hat sie sich auch abgeschaut von den Profis.

"Ich versuche jetzt mehr Tricks zu machen", erzählt sie und zeigt sofort, wie sie den Ball zuerst zwischen den Beinen einklemmt und dann versucht mit der Hacke hinter dem Rücken nach oben zu bringen. Das gelingt noch nicht ganz so gut, aber es zeigt: Die Ambitionen sind nach dem Besuch des Nationalmannschaftstrainings geweckt.

Auch die zehnjährige Yasmin weiß seit dem Besuch im Erdgas-Sportpark in Halle mehr als vorher: "Ich habe gelernt, dass ich schneller laufen kann, wenn ich die Arme anwinkele", sagt die junge Fußballerin, die sich allerdings noch nicht ganz so sicher über ihren Berufswunsch ist: "Nationalspielerin wäre nicht schlecht, aber schauspielern kann ich auch ganz gut."

Beides muss sich aber bekanntlich nicht ausschließen. Im Profi-Fußball kennt sich Yasmin schon ziemlich gut aus. "Beim Training hat Doris Fitschen (Managerin der Frauen-Nationalmannschaft, d. Red.) auf die einzelnen Spielerinnen gezeigt und da habe ich Alexandra Popp erkannt", berichtet sie stolz. Auch wer Celia Okoyino da Mbabi ist, habe sie gewusst.

Im Spiel gegen Frankreich hat die deutsche Angreiferin einiges einstecken müssen, meint Yasmin und dennoch würde sie immer noch gerne an ihrer Stelle auf dem Platz stehen. Doch für eine Karriere bleibt der Zehnjährigen ja noch Zeit. Keine Zeit hatte sie hingegen für ein Gespräch mit der Nationalspielerin. "In der Autogrammstunde war alles sehr hektisch", sagt Yasmin ein wenig traurig. Die achtjährige Tabea wurde zumindest von Mbabi einmal kurz gedrückt und beide sind zusammen ein paar Meter gelaufen. Doch für mehr hat es auch bei ihr nicht gereicht.

"Das ging alles sehr schnell, ich habe mit niemandem sprechen können", erinnert sich Rebecca an die Autogrammstunde in Halle. Dennoch waren alle hin und weg. Und dass es ein einmaliges Erlebnis war, zeigen die Reaktionen der Eltern, die hinterher auch bei Trainer Henry Dziubek ankamen: "Die Eltern haben sich bedankt, weil die Kinder zu Hause so begeistert von dem Tag erzählt haben ", meint der Trainer, der zusammen mit den Mädchen beim Training und beim Länderspiel gegen Frankreich war.

In Gleina (Burgenlandkreis) hat seine Mädchenmannschaft nun eine neue Trainingsstätte für die kalte Jahreszeit gefunden. Dort können die Mädchen immer dienstags dem Ball hinterher jagen und daran arbeiten, vielleicht eines Tages an gleicher Stelle zu stehen wie Mbabi oder Popp.