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Audzeichnung: Verspätete Lorbeeren für Kegler Gerhard Loos

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 21:24 Uhr

Gerhard Loos (M.) freut sich über die Auszeichnung, die ihm Angela Heimbach und Jürgen Schauseil vom KSB überreicht haben. (FOTO: PETER WÖLK)

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Ein schwerer Sturz verhinderte die Ehrung von Kegler Gerhard Loos. Der 79-Jährige war so schwer gestürzt, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Durch die anschließende mehrwöchige Reha in Bad Kösen verpasste er seine Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold, die diese Woche nachgeholt wurde.
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burgliebenau/MZ. 

Verletzungen bei Sportlern sind immer schlimm. Doch was Gerhard Loos widerfahren ist, ist besonders bitter. Der 79-Jährige war in seiner Wohnung so schwer gestürzt, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Schlimmer noch, weil er im Anschluss zu einer mehrwöchigen Reha in eine Klinik in Bad Kösen musste, verpasste er seine Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold, die diese Woche nachgeholt wurde. "Das mit dem Sturz war schon sehr ärgerlich", sagte Loos, der wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Mit sieben Wochen Verspätung konnte Loos jetzt endlich die Urkunde samt Ehrennadel in Empfang nehmen. Und das ist nicht irgendeine Auszeichnung. Es ist die zweit höchste. "Er hat sich diese Auszeichnung wahrlich verdient", sagte KSB-Geschäftsführer Jürgen Schauseil, der dem Rentner gratulierte.

Vorgeschlagen wurde Loos von seinem Kegelverein Empor Merseburg. Der ehemalige Vorsitzende, Richard Prochotta, sagte zur Auszeichnung von Loos: "Er hat über 22 Jahre bei uns den Schatzmeister gemacht. Ich denke, das ist wirklich schon eine beachtliche Leistung."

Für diesen Job im Kegelverein war Loos prädestiniert, denn er arbeitete zu DDR-Zeiten bei der Staatlichen Finanzrevision als Wirtschaftsprüfer. Doch Loos kümmerte sich im Kegelverein nicht nur ums Geld. Er war auch lange Jahre Trainer. Sein schönstes Erlebnis hatte er aber, als er noch selbst auf der Bahn aktiv war. In den 80er Jahren glückte der Aufstieg mit den Merseburgern in die Bezirksliga. "Das haben wir feucht-fröhlich gefeiert", erinnert sich Loos noch heute gerne zurück.