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Handball: Zeit zum Punkte sammeln

Uhr | Aktualisiert 19.10.2012 22:38 Uhr
Feuer frei für die Wildcats (von links): Stefanie Praetzel, Thea Schwarz, Sandra Hildebrandt, Eileen Uhlig, Monic Burde, Anne Michel, Jurate Kiskyte und Peggy Hesse werfen sich warm. (ARCHIVFOTO: STEFAN RÖHRIG) 
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Mit dem Auswärtssieg beim TV Nellingen haben die Zweitliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt den ersten Schritt aus der sportlichen Krise gemacht.
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Halle (Saale)/MZ. 

Der Erfolg ist umso höher einzustufen, weil er in der Halle eines Mitbewerbers um den Aufstieg gelang. Am Sonnabend werden die Rollen getauscht. Im Heimspiel gegen den Tabellen-Letzten TSV Travemünde sind die Wildcats in der Favoritenrolle.

"Die Rolle nehmen wir auch an", sagt Teammanager Frank Kastner. "Ich sehe jede Woche Fortschritte in unserer Mannschaft. Die Cleverness, die ihr bei den drei Ein-Tor-Niederlagen zu Beginn der Saison noch gefehlt hat, war in Nellingen plötzlich da. Als es am Ende noch einmal eng wurde, konnten wir zulegen und nicht der Favorit." Immer besser spielen sich auch die Abwehr der Wildcats und die neue Torhüterin Anna Baranowska ein. Die Mannschaft von Trainer Michal Lukacin hat neben dem Spitzenreiter Sachsen Zwickau mit 108 Treffern die wenigsten Gegentore kassiert. Allerdings müssen die Unionerinnen an der eigenen Torausbeute noch arbeiten. Mit 107 - bei einem Spiel weniger als die Konkurrenten - sind sie das Schlusslicht.

Auch die Einschätzung von Lukacin hat sich bestätigt. Er hatte seinen Schützlingen verboten, bis zum fünften Spieltag auf die Tabelle zu schauen. Dass sie es nun schon eine Woche früher machen durften, haben sie sich in Nellingen selbst verdient.

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