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Handball: Union Wildcats gewinnen überraschend in Berlin

Uhr | Aktualisiert 03.02.2013 21:54 Uhr
Monic Burde erzielte den Siegtreffer für die Wildcats. (ARCHIVFOTO: LÖFFLER) 
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Die Zweitliga-Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt konnten am Samstag einen überraschenden Auswärtserfolg über den Tabellenvierten Füchse Berlin feiern.
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Halle (Saale)/MZ. 

Genau 3:15 Minuten waren noch zu spielen in der Handball-Zweitligapartie zwischen den Füchsen Berlin und Union Halle-Neustadt, da atmete Halles Trainer Michal Lukacin tief durch. Stefanie Hummel hatte zum 29:24 für seine Mannschaft getroffen.

Da durfte doch eigentlich nicht mehr viel passieren. Doch weit gefehlt. 59 Sekunden vor dem Ende waren die Hauptstädterinnen wieder auf 27:29 heran. Lukacin nahm seine letzte Auszeit und redete ganz ruhig auf seine Spielerinnen ein: „Einfach nur ruhig spielen, die Sperren richtig setzen und sich viel bewegen“, sagte er.

Burde macht den Sack zu

Doch wieder verpuffte der Angriff und 25 Sekunden vor dem Ende schaffte die mit elf Treffern beste Berliner Werferin Anna Blödorn mit einem verwandelten Siebenmeter sogar den Anschluss. Aber dieses Mal bewiesen die Wildcats Nervenstärke. Sie spielten den letzten Angriff sicher aus, und fünf Sekunden vor der Sirene versenkte Monic Burde den Ball zum 30:28 (14:13)-Endstand im Füchse-Tor.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit gemerkt, dass hier etwas zu holen ist. Deshalb sollte die Mannschaft einfach nur konzentriert weiterspielen und sich an meine taktischen Anweisungen halten“, sagte Lukacin.

Baranowska hält drei Strafwürfe

Die Wildcats waren nur schwer in die Gänge gekommen. Sie lagen schnell 0:3 (5.) und 6:10 (14.) zurück, ehe sie ihre Linie fanden und zur Pause noch 14:13 in Front ziehen konnten. „Wir hatten die Partie gedreht. Das hat uns Zuversicht für die zweite Halbzeit gegeben“, so Lukacin.

In der Folge übernahm sein Team die Regie, zog auf 25:19 (48.) davon und ließ sich auch nicht beeindrucken, dass Berlins Trainer Dietmar Rösicke da bereits Pressdeckung anordnete. Mitentscheidend für den Sieg war, dass Eileen Uhlig sieben ihrer acht Siebenmeter verwandelte und Torhüterin Anna Baranowska neben drei Strafwürfen viele Bälle entschärfte. „Anna war in der zweiten Hälfte ganz stark“, so Lukacin.

Union: Baranowska, Voigt; St. Hummel 6, Kiskyte, Schwarz, Jäger, Möschter 1, Cichy 3, Burde 3, J. Hummel 5, Kracht, Uhlig 8/7, Stuparicova 4, Michel

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