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Handball: Union liefert Auswärts-Gala gegen Greven ab

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 22:00 Uhr
Halles Monic Burde (l.) verteidigt gegen Grevens Monika Kornet. (FOTO: LEHMANN) 
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Die Handballerinnen vom SV Union Halle-Neustadt haben mit einem beeindruckenden Auswärtssieg beim SC Greven das Zweitbundesligajahr 2012 erfolgreich abgeschlossen.
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Greven/Halle (Saale)/MZ. 

Als die Spielerinnen von Union Halle-Neustadt am Samstagabend nach der Halbzeitpause aus ihrer Kabine wieder auf das Parkett kamen, trauten sie ihren Augen nicht. Die Rönnehalle in Greven hatte sich zu gut einem Drittel geleert. Dass sie selbst daran schuld waren, verstanden die Wildcats erst Minuten später. Mit ihrer 17:9-Führung im Kellerduell der zweiten Handball-Bundesliga beim SC Greven hatten sie vielen einheimischen Fans die Lust auf Handball vertrieben.

Und so entging denen, dass dieses Mal nicht die Wildcats einbrachen, sondern ihre eigene Mannschaft auch in den zweiten 30 Minuten bis zum 30:14-Endstand regelrecht vorgeführt wurde.

"Das wird ein schönes Weihnachtsfest", sagte Union-Trainer Michal Lukacin nach dem Abpfiff. "Wir haben uns heute 60 Minuten lang konsequent an unsere taktische Vorgabe gehalten, denn Gegner ständig unter Druck gesetzt, ihn zu vielen leichten Fehlern gezwungen und diese dann auch endlich einmal konsequent bis zum Abpfiff bestraft." Zwar blieben die Wildcats trotz dieses Sieges noch auf dem ersten Abstiegsplatz. Aber der Erfolg war umso wichtiger, weil der Rückstand zum Mittelfeld sonst schon auf vier Punkte angewachsen wäre. "Wir gönnen uns jetzt eine kleine Pause und dann müssen wir gleich im ersten Spiel des neuen Jahres die SG Kirchhof abschütteln, die uns weiter dicht im Nacken sitzt", so Lukacin.

Bis zum 5:4 (14.) ließen die Wildcats die Gastgeberinnen am Spiel teilhaben, ehe sie den ersten Zwischenspurt einlegten. 9:4 (19.) und 14:8 (26.) lauteten die weiteren Stationen bis zum 17:9-Pausenstand. Wieder einmal acht Tore Vorsprung. Manchem Union-Anhänger schwante da nichts Gutes. Zu oft war in der Vergangenheit solch ein komfortabler Vorsprung noch verspielt worden.

Doch vor allem Anna Baranowska drückte auf die Tube und hielt das Tempo hoch. Die überragende polnische Nationaltorhüterin, die noch vor zwei Wochen von Manager Frank Kastner wegen zu schwankender Leistungen kritisiert worden war, leitete mit ihren Paraden immer wieder Konter ein. Und mit diesen tobten sich vor allem Dagmara Stuparicova (7 Tore), Stefanie Hummel (4) und die nach einer Schultereckgelenk-Verletzung stark aufspielende Elisa Möschter (5) nach Lust und Laune aus. Ganze fünf Gegentreffer ließen die Wildcats in der zweiten Halbzeit zu. Und was noch viel wichtiger war: Sie bewiesen Killerinstinkt und bauten ihre Führung bis zum Abpfiff immer weiter aus.

Union: Baranowska, Voigt; St. Hummel 4, Kiskyte, Schwarz 1, Möschter 5, Cichy 1, Burde 3, J. Hummel 3, Kracht, Uhlig 6 / 2, Stuparicova 7 / 1

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