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Handball: Union bleibt auf einem Abstiegsplatz

Uhr | Aktualisiert 04.03.2012 22:28 Uhr
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Ein Handball wird geworfen

Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt bleiben auswärts sieglos. (FOTO: DPA)

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Beim BVB Dortmund kassierten die Saalestädterinnen von Union Halle-Neustadt am Sonntag eine 25:36 (10:16)-Pleite und bleiben damit auf einem Abstiegsplatz.
Bensheim/MZ. 

Kein freudiges Gejohle letzte Nacht auf der Rückfahrt im Reisebus aus dem Ruhrpott nach Halle, kein Gläschen Sekt. Nach der 25:36-Niederlage der Zweitliga-Handballerinnen von Union beim BVB Dortmund fehlte dazu der Anlass. Trotzdem herrschte keine Weltuntergangsstimmung. "Ja, wir haben verloren. Und ja, wir haben auch eindeutig zu hoch verloren", sagte Trainer Michael Funke. "Das ist jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Alle Spielerinnen haben Reserven

Der Coach des abstiegsbedrohten Tabellen-13. nämlich hatte eine Steigerung seiner Schützlinge gegenüber der blutleeren Heimvorstellung zuletzt gegen Metzingen ausgemacht. "Alle haben diesmal gekämpft und versucht, sich in die Mannschaft einzubringen. Das muss man anerkennen. Allerdings haben auch alle noch Reserven."

Immerhin haben seine Wildcats in der ersten Halbzeit dem früheren Erstligisten lange einen Kampf auf Augenhöhe geliefert. "Unser Manko war wieder die schlechte Chancenverwertung", sagte Funke. Und so wuchs der anfangs knappe Rückstand (4:5 / 18.) über 8:10 (24.) auf eine 10:16 zur Pause.

In den Heimspielen unter Zugzwang

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber ihren Vorsprung ausbauen, wohl auch "weil unsere Deckung nachgelassen hat", meinte Funke. Eines aber müsse er seiner Truppe zugutehalten. "Dortmund war breiter aufgestellt, gegen so eine Mannschaft kann man auswärts verlieren. Wichtig ist, dass wir die Punkte in den nächsten Heimspielen holen." Da lasse er nicht mit sich reden. Am Sonntag kommt mit Rosengarten der Achte. Kurios: Schon vor dem Anpfiff könnte Halle ohne eigenes Zutun den Abstiegsplatz verlassen, da sich die Tabellennachbarn nach oben (Wolfsburg) und unten (Altlandsberg) am Samstag gegenüberstehen. "Das könnte psychologisch für uns von Vorteil sein", meinte Funke, warnte aber davor, nur auf die Gegner zu schauen. "Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Wenn jeder bis an seine Grenzen geht, haben wir eine Chance."

Auch in den anderen drei Heimspielen sind die Hallenserinnen zum Siegen verdammt. Was nicht unmöglich erscheint. Denn die Gegner sind mit Altlandsberg (14.), Ketsch (15.) und Zwickau (10.) allesamt Kellerkinder.

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