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Handball: Knifflige Aufgabe für die Wildcats

Uhr | Aktualisiert 04.01.2013 23:32 Uhr
Michal Lukacin instruiert am Spielfeldrand seine Mannschaft. (ARCHIVFOTO: E. SCHULZ) 
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Union-Trainer Michal Lukacin muss in der Vorbereitung auf das heutige Heimspiel in der zweiten Handball-Bundesliga gegen die SG Kirchhof zweigleisig planen.
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Halle (Saale)/MZ. 

Union-Trainer Michal Lukacin muss in der Vorbereitung auf das Heimspiel in der zweiten Handball-Bundesliga gegen die SG Kirchhof zweigleisig planen. Der Verein aus Hessen hat am Neujahrstag einen Transfercoup gelandet. Das Team aus der Nähe von Melsungen verpflichtete mit der Rumänin Cristina Mihai von der HSG Bad Wildungen die aktuell zweitbeste Torjägerin der ersten Bundesliga.

Die Linkshänderin, die in der laufenden Saison bereits 74 Treffer erzielte, unterschrieb in Kirchhof einen Vertrag bis 2015. Bis Freitag war aber noch nicht klar, ob sie Samstag in Halle bereits spielberechtigt sein wird. "Ich hoffe, dass wir den Pass noch rechtzeitig erhalten", sagt Kirchhofs Trainer Gernot Weiss, der bereits früher mit Mihai in Kirchhof und auch Bad Wildungen zusammengearbeitet hat. "Ich freue mich auf sie, ich habe lange um sie gekämpft", sagt Weiss.

"Kirchhof hatte ohnehin schon eine gute Mannschaft. Das haben sie mit dem Sieg über Nellingen bewiesen. Wenn Mihai spielen darf, wird die Aufgabe für uns nicht leichter", weiß Union-Coach Lukacin. Aber er wird seine Mannschaft entsprechend einstellen und will den Rückenwind vom klaren Auswärtssieg zuletzt in Greven auf jeden Fall nutzen. "Wenn wir vor allem in der Abwehr wieder jene Leistung abrufen können, die wir in Greven gebracht haben, sollten wir das Spiel auch gewinnen", sagt Lukacin.

Mit einem Sieg gegen den Aufsteiger könnten die Wildcats erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze verlassen. Das ist zwar ein wenig davon abhängig, wie die Mitkonkurrenten Ober-Eschbach in Bietigheim und Harrislee in Travemünde spielen, doch das außerordentlich gute Torverhältnis der Wildcats von jetzt schon zwölf Treffern plus könnte sich dabei als hilfreich erweisen.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Rechtsaußen Fabienne Kracht, die diese Woche wegen einer Grippe nicht trainieren konnte. "Für Kurzeinsätze sollte es aber reichen", so Lukacin.

Die Partie in der Unihalle wird Samstag um 18 Uhr angepfiffen.

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