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Handball: Bleiberecht gibt es vom Grünen Tisch

Uhr | Aktualisiert 06.04.2012 21:42 Uhr
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Eileen  Uhlig

In der Reha übt Eileen Uhlig mit dem Football-Ei. (FOTO: LÖFFLER)

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Unions Klassenerhalt ist nunmehr perfekt. Der Verein sichert sich für die nächsten zwei Jahre die Dienste von Vollstreckerin Eileen Uhlig.
Halle (Saale)/MZ. 

Seit Donnerstag hat es Union Schwarz auf Weiß: Halles Handballerinnen bleiben im Unterhaus, egal, auf welchem Platz sie die Zweitliga-Saison beenden. Da Wolfsburg, Altlandsberg und Wismar bis Ablauf der Frist am 31. März keinen Lizenzantrag für die neue Wettkampfserie gestellt haben, Sindelfingen zudem als Absteiger bereits feststeht - der Erstligist hatte vor Saisonbeginn den Rückzug angetreten - muss in diesem Jahr nicht ein einziger Verein den Fahrstuhl nach unten nehmen.

"Uns ist eine große Last von der Schulter genommen, jetzt haben wir Planungssicherheit für die Vertragsgespräche", sagt Unions Manager Frank Kastner erleichtert. Obgleich er es gern gesehen hätte, dass die Wildcats das Ziel aus eigener Kraft erreichen. Der Druck war zweifellos enorm. Dieser Entschuldigungsgrund für Pleiten entfällt nun. Kastner: "Ich denke, die Mannschaft wird in den letzten Partien befreit aufspielen."

Das Gros der Truppe, so versichert der Manager, werde zusammenbleiben. "Bis auf eine Ausnahme haben wir in ersten Gesprächen allen Athletinnen unser Interesse bekundet, sie halten zu wollen. Diese wiederum signalisierten, bleiben zu wollen", erklärt Kastner. Um einer weiteren Saison voller Abstiegsängste vorzubeugen, sind aber auch Neueinkäufe geplant. Gehen soll Ersatztorfrau Stefanie Praetzel. Die Juniorenauswahlkeeperin Anne Voigt wird entlastet und künftig die Nummer zwei. Kastner: "Wir stehen in Verhandlung mit vier Nationaltorhüterinnen aus dem Ausland." Dazu werden Verstärkungen für den Rückraum sowie die Position Rechtsaußen geholt. Noch nicht sicher ist, ob im Aufbau und am Kreis aufgerüstet wird.

Fest steht dafür definitiv: Eileen Uhlig geht erneut für Union auf Torejagd. Am Donnerstag unterschieb die derzeit noch nicht wieder fitte Vollstreckerin vom Dienst einen Zweijahresvertrag. Im Oktober hatte sich die Studentin einen Kreuzbandriss zugezogen und musste operiert werden. Dass die Mannschaft in so arge Bedrängnis gekommen ist, hat sicher auch mit ihrem Ausfall zu tun, der nicht kompensiert werden konnte.

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