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Handball: Beim Endspurt geht die Puste aus

Uhr | Aktualisiert 18.03.2012 21:43 Uhr
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Jacqueline Hummel

Jacqueline Hummel warf in Nellingen zehn Tore für Union. (FOTO: ARCHIV)

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Die Wildcats können Nellingen nur 50 Minuten Paroli bieten und unterlagen schließlich mit 27:32 (14:14).
Nellingen/Halle (Saale)/MZ. 

Genau 50 Minuten lang durfte Michael Funke von einer Überraschung träumen. Bis dahin war für den Trainer und seine Zweitliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt beim Tabellendritten ein Punktgewinn in Reichweite. Doch in nur drei Minuten zogen die Gastgeberinnen mit vier Toren in Folge vom 25:25 vorentscheidend auf 29:25 davon. Die Wildcats hatten nicht mehr die Kraft, um noch einmal zurück zu schlagen und unterlagen schließlich mit 27:32 (14:14).

"Wie schon im letzten Heimspiel gab es an der Einstellung und am Kampfgeist nichts zu bemängeln", sagte Funke. "Aber in der Schlussphase haben wir den Faden verloren, weil wir einmal mehr zu hektisch und überhastet den Abschluss gesucht haben."

Die Hallenserinnen erwischten einen Start nach Maß, führten nach 14 Minuten mit 7:4 und lagen drei Minuten vor der Pause immer noch mit 14:12 vorn, ehe Nellingen zum 14:14-Ausgleich kam. Auch nach dem Seitenwechsel konnte sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen. Beim 18:17 führte Nellingen, beim 19:18 wieder Union. Selbst einen 22:24-Rückstand (46.) konnten die Saalestädterinnen noch einmal egalisieren. Vor allem Jacqueline Hummel (10 Tore), Monic Burde (6) und Jurate Kiskyte (5) nutzten ihre Chancen konsequent. Bis auf die letzten zehn Minuten.

Und in dieser Endphase wurde dann noch ein weiteres Handicap an diesem Abend deutlich. Beide Union-Torhüterinnen - sowohl Anne Voigt, die in den ersten 32 Minuten im Gehäuse stand, als auch Stefanie Praetzel - hatten nicht ihren besten Tag. "Der nötige Rückhalt von der Torwartposition hat uns gefehlt. In einem lange Zeit engen Spiel kann das schon einmal entscheidend sein", so Funke.

Trotzdem ist der Trainer zuversichtlich, dass seine Mannschaft im Abstiegskampf bestehen wird. "Die Einstellung hat gestimmt. Wenn wir so auch gegen unsere direkten Mitkonkurrenten im Tabellenkeller auftreten, werden wir die nötigen Punkte holen."

Union: Voigt, Praetzel; S. Hummel, Schwarz, Jäger 2, Kiskyte 5, Hesse 1, Cichy 2, Burde 6, J. Hummel 10 / 7, Kracht 1, Fialekova

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