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Hallescher FC: Neuzugänge sichern Testspielerfolg

Uhr | Aktualisiert 24.01.2013 00:28 Uhr
Nach einem Foul fordert Timo Furuholm vergeblich einen Elfmeter. (FOTO: SCHULZ) 
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Eigentlich hätte es sich der HFC am Sonnabend ersparen können, für das Testspiel des Fußball-Drittligisten gegen den FSV Zwickau Sitzplatzkarten zu verkaufen. Denn fast alle unter den insgesamt 903 Zuschauern, die das getan hatten, machten davon ohnehin keinen Gebrauch.
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Halle (Saale)/MZ. 

Bei eisigem Wind und minus sieben Grad zogen sie es vor, auch auf der Haupttribüne lieber stehen zu bleiben und mit leichten Bewegungen gegen die allmählich am Körper hochsteigende Kälte anzukämpfen.

HFC-Präsident Michael Schädlich machte da keine Ausnahme. "Aber ich konnte mich in der zweiten Halbzeit auch am Spiel unserer Mannschaft erwärmen. Wenn wir die Tribüne nächste Woche nach dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers genau so zufrieden verlassen, hätte ich nichts dagegen", erklärte Schädlich nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg seiner Mannschaft. Für den hatten mit Björn Ziegenbein (55.) und Timo Furuholm (61., 66.) zwei neue Spieler im Team der Rot-Weißen gesorgt.

Nur Punktspiele sind der Maßstab

Also alles richtig gemacht bei der Suche nach Verstärkungen? Soweit wollte Schädlich dann doch noch nicht gehen. "Testspiele sind Testspiele. In der Liga geht es wesentlich schärfer zur Sache. Da wächst dann auch der psychische Druck. Und allein daran werden wir ab der nächsten Woche wieder gemessen", sagte der Präsident.

Dennoch sind in dem Testspiel gegen Zwickau zwei Dinge am Spiel des Halleschen FC auffällig geworden. Im Angriffszentrum agiert mit dem Finnen Furuholm ein Mittelstürmer, der nicht lange fackelt, und zudem weiß, wo er stehen muss. Und Ziegenbein ist nicht nur ein Spielgestalter, der Struktur in die eigenen Reihen bringt, sondern auch permanente Torgefahr ausstrahlt und stets den Abschluss sucht. Und das lässt auch Trainer Sven Köhler zu einem positiven Fazit der nur dreieinhalb Wochen langen Vorbereitung kommen. "Wir können mit den Neuzugängen in der Offensive etwas bewegen", sagte er. "Wir sind mit ihnen in der Lage, mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Zumal auch die jungen Leute wie Dennis Mast und Toni Lindenhahn auf den Außenbahnen von einem Ziegenbein, einem Furuholm und auch von einem Daniel Ziebig profitieren."

Konkurrenzkampf entbrennt neu

Und noch etwas ist positiv anzumerken vor den letzten 16 Spielen der ersten Drittliga-Saison. Alle Spieler, die durch die Neuverpflichtungen vorerst ins zweite Glied verdrängt worden sind oder sich über die Oberliga-Mannschaft neu anbieten müssen, scheinen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Denn fast zur gleichen Zeit, als das Drittliga-Team seine Generalprobe gegen Zwickau bestritt, wies die Oberliga-Elf in einem Testspiel den Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig mit 5:1 in die Schranken. Drei Treffer erzielte Nils Pichinot, je einmal waren Angelo Hauk und Maximilian Schnelle erfolgreich.

Köhler registriert das zufrieden. "Nils Pichinot ist in Jena auch erst in der zweiten Halbserie so richtig aufgeblüht. Ich erwarte mir von ihm schon noch einiges."

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