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Eishockey: Saale Bulls siegen überlegen mit 8:2

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 23:37 Uhr
Die Saale Bulls feiern ihren Sieg im Derby über Leipzig. (FOTO: RÖHRIG) 
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Die Saale Bulls schaffen dank Ivan Kolozvary und Kai Schmitz einen nahezu unglaublich hohen Derby-Sieg gegen Leipzig.
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Halle (Saale)/MZ. 

Es lag wohl auch an einem guten alten Bekannten. Erstmals seit dem Frühjahr mit den packenden Spielen in den Playoffs gingen die Fans der Saale Bulls wieder mit ihrem Hit "Werdet zur Legende. Siegen ohne Ende. Bis zur zweiten Liga" auf Tournee. Ausgegraben wurde der Ohrwurm extra für das Derby gegen Leipzig in der proppenvollen Volksbank-Arena mit 4 400 Zuschauern, 650 davon aus dem benachbarten Leipzig. Der Legenden-Song, den übrigens Leipziger Fans während des Spiels geradezu unverschämt klauten,half: Die eindeutig überlegenen Saale Bulls gewannen 8:2 gegen Leipzigs Icefighters. Macht jetzt 19 Punkte Vorsprung in der Tabelle.

Der klare Derby-Sieg war am Freitag das fast alleinige Verdienst der ersten Reihe der Saale Bulls mit dem überragenden dreifachen Torschützen Ivan Kolozvary und dem wie aufgedreht spielenden Verteidiger Kai Schmitz. "Die Mannschaft hat sich heute selbst nachträglich das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Drei Tage Urlaub haben enorm gut getan. Das war eines der besten Spiele in den vier Jahren, die ich jetzt Trainer in Halle bin", freute sich der sichtlich erholt aussehende Trainer Jiri Otoupalik.

Nach zwölf Minuten traf Kolozvary im Überzahlspiel nach Pass von Robin Sochan im zweiten Versuch. Sechs Minuten später ist wieder Kolozvary zum 2:0 kurz vor Ende des ersten Drittels zur Stelle.

Der zweite Durchgang begann mit dem großen Auftritt von Kai Schmitz und seinem hammerharten Schlagschuss zum 3:0 nach 25 Minuten. Den Schönheitsfleck gibt es zwei Minuten später: Daniel Sevo und Torwart Dustin Haloschan vertändeln im eigenen Überzahlspiel den Puck hinter dem Tor, Arthur Gross sagt Danke zum Ehrentreffer für Leipzig.

Es blieb der nahezu einzige Schönheitsfehler. Kolozvary mit seinem dritten Treffer, Michael Schön und erneut Schmitz erhöhten noch vor der zweiten Drittelpause auf das jederzeit verdiente 6:1. Aus den Lautsprecherboxen dröhnte "Und nun die Hände zum Himmel". Leipzig stellte die ohnehin spärliche Gegenwehr nun fast komplett ein. Danach wurden die ersten übermütigen Wetten abgeschlossen: Endet das Derby zweistellig?

Acht Minuten Anlaufzeit brauchte es immerhin im letzten Drittel. Das lag auch daran, dass in Leipzig inzwischen der frühere Saale-Bulls-Torwart Erik Reukauf zwischen den Pfosten stand. Dann aber machte Daniel Lupzig den siebten Treffer. Zwei Minuten später Troy Bigam zum 8:1. Fünf Minuten vor dem Ende doch Leipzigs zweiter Treffer von Jens Müller. Zweistellig wurde es also nicht, aber immerhin: Acht Derby-Tore gegen Leipzig taugen auch zur Legendenbildung. Kai Schmitz wurde übrigens als Spieler des Tages ausgezeichnet und bekam noch ein ganz dickes Extralob von Otoupalik: "Das war wohl auch sein bestes Spiel, seit er in Halle ist. Aber nicht nur Schmitz, die ganze Mannschaft war großartig."

An diesem Sonntag geht es schon weiter im Oberliga-Festtagsprogramm der Saale Bulls. Preußen Berlin kommt diesmal nach Halle, Beginn ist 19.30 Uhr. Kleines Präsent vom Verein: Wer noch seine Eintrittskarte vom Leipzig-Spiel vorzeigen kann, kommt zum halben Preis rein.

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