Vorlesen

Eishockey: Dicke Luft am Kobelhang

Uhr | Aktualisiert 19.03.2012 22:57 Uhr
Drucken per Mail
MEC-Team

Die Playoff-Glücksbärte im MEC-Team wachsen und wachsen. (FOTO: A. LÖFFLER)

Von
Am Dienstag zieht der EV Füssen für das dritte Playoff-Spiel gegen die Saale Bulls wieder in seine geliebte kleine Halle am Kobelhang um, in die kaum mehr aus tausend Leute reinpassen.
Halle (Saale)/MZ. 

Georg Holzmann hat im Eishockey so ziemlich alles erlebt. Er weiß, wovon er redet. Und der Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1988 und 1992 in Calgary und Albertville ist eine ehrliche Haut geblieben. Er gesteht auch Fehler ein. "Am letzten Freitag haben wir eine grandiose Fehlentscheidung getroffen, als wir gegen Halle in unsere große Arena umgezogen sind", sagt der Trainer des EV Füssen. "Es waren zwar 1.500 Zuschauer da, aber es blieb auch die Hälfte der Plätze frei. Stimmung wollte nie aufkommen, gehört habe ich nur die gut hundert mitgereisten Fans aus Halle", so Holzmann.

Aus Fehlern aber kann man lernen. Und Holzmann hat sofort reagiert. Am Dienstag zieht der EV Füssen wieder in seine geliebte kleine Halle am Kobelhang um, in die kaum mehr aus tausend Leute reinpassen. "Es ist unsere letzte Chance. Wir brauchen unsere Fans, sie müssen für dicke Luft sorgen." Um 19.30 Uhr beginnt die Partie.

Holzmann hat aber seine Bedenken, dass allein mit Kuschel-Atmosphäre noch etwas zu bewegen ist. Denn er hat richtig Respekt vor den Saale Bulls. Schon am Sonntag verblüffte er mit seiner Aussage: "Das ist eine richtig ausgebuffte Profi-Truppe." Am Montag nach der langen Heimfahrt präzisierte er seine Aussagen dann noch ein Stück: "Halle ist mit seinen drei Reihen wesentlich ausgeglichener besetzt als wir. Und die haben ein paar solide und zupackende Verteidiger." Besonders angetan hat es Holzmann jedoch ein Saale-Bulls-Stürmer: der Winterkauf Ivan Kolozvary. "Den Stürmer mit der Nummer 31, den hätte ich auch gern."

Weil Holzmann zweifelsfrei etwas vom Eishockey versteht, hat auch dieses Urteil Gewicht: "Halle würde mit dieser Mannschaft in unserer Oberliga um Platz eins mitspielen. Für die zweite Liga bräuchte man aber noch drei, vier gestandene Spieler. Aber das ist normal, das gilt für alle Mannschaften in dieser Playoff-Runde."

Auch interessant