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Eishockey: Bei den Saale Bulls geht die Grippe um

Uhr | Aktualisiert 30.01.2013 22:39 Uhr

Eric Wunderlich musste wegen Grippe ins Krankenhaus. (ARCHIVFOTO: SCHULZ)

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Böse Zungen könnten behaupten, der MEC Halle 04 ruhe sich gerade ein wenig aus. Kaum haben die Saale Bulls die Meisterschaft im Sack, schon treten sie - wie am vergangenen Sonnabend im Auswärtsspiel bei Tornado Niesky geschehen - mit nur zwölf Spielern an. Passenderweise ging die Partie mit 3:5 verloren.
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Halle (Saale)/MZ. 

Dennoch: Dass der eine oder andere Spieler vor den wichtigen Aufstiegsspielen geschont wird, weisen alle Verantwortlichen zurück. Die Ausfälle vom Wochenende, so Co-Trainer Uwe Liebetrau, erklärten sich durch Verletzungen und Krankmeldungen. Und wer's nicht glaubt, bekommt beim Besuch eines Trainings in diesen Tagen die Sorgen vorgeführt. Nur 14 Spieler standen am Mittwoch bei der Übungseinheit in der Volksbank-Arena auf dem Eis. Am Montag und Dienstag, so Liebetrau, waren es sogar nur zehn. Der Grund: In der Mannschaft geht die Grippewelle um.

Der Co-Trainer ist durchaus besorgt von der Situation. "Wir haben momentan das Pech, dass keine Reihe vollständig trainieren kann", sagt Liebetrau und fügt hinzu: "Wir müssen von Tag zu Tag denken, weil wir nicht wissen, wer morgen noch fehlt oder vielleicht wieder fit ist."

Zuletzt erwischte es Ervin Masek und Michal Schön, die sich diese Woche vom Training abmeldeten. Eric Wunderlich musste aufgrund einer besonders starken Grippe gar ins Krankenhaus, wurde aber Anfang dieser Woche wieder entlassen. Ivan Kolozvary litt unter einer Nasennebenhöhlen-Entzündung, Martin Miklik und Kai Schmitz sind an der Leiste verletzt. Klar ist: Die Aufstellung für das Heimspiel am Freitag gegen die Wild Boys Chemnitz wird so zur Lotterie.

Die Spieler, die gesund sind, können also gar nicht geschont werden. "Wer fit ist, steht zu 100 Prozent auf dem Eis", sagt Liebetrau. "Wir wollen noch punkten, außerdem wäre es für die anderen Mannschaften unfair, wenn wir uns jetzt ausruhen würden." Und das Wichtigste: "Die Spieler müssen den Rhythmus beibehalten. Das ist die beste Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele." Denn da hat der MEC schließlich Großes vor.

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