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Basketball: Lions bewahren in Langen kühlen Kopf

Uhr | Aktualisiert 18.11.2012 22:48 Uhr
Michaela Abelova steuerte 13 Punkte zum Sieg bei. (ARCHIVFOTO: SCHULZ) 
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Halles Team feiert einen Auswärtssieg in Langen. Christina Schnorr und Michaela Abelova erwischen einen Glanztag. Auch Kennedy ist formverbessert.
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Halle (Saale)/Langen/MZ. 

Diesmal war niemand aus seinem Team taktisch überrascht. "Wir wussten, dass Rhein-Main Zonenverteidigung spielt", sagte Patrick Bär. Noch in der Vorwoche bei der 64:73-Heimpleite gegen Wasserburg hatten seine Lions-Basketballerinnen mit dieser Variante so ihre Probleme gehabt. Diesmal in Langen nicht. 77:69 (38:34) triumphierte Bärs Team. Und der Trainer war vollauf zufrieden: "Dieser Sieg war wegweisend", sagte er nach dem fünften Erfolg im achten Spiel. Weil: "Wir waren konstanter als zuvor und haben spielerisch einen Schritt nach vorn gemacht", sagte Coach Bär.

Dabei schien der Auswärtssieg zwischenzeitlich durchaus in Gefahr. Die Rhein Main Baskets erholten sich von Halles Blitzstart - 19:13 nach dem ersten Viertel - und lagen vor dem Schlussabschnitt sogar 55:51 in Front, weil Halles Defensive im dritten Viertel etwas lasch agierte. Doch das Blatt wendete sich. Die Gastgeberinnen holte wieder ihr Fluch ein. "Irgendwie war es vielleicht in ihren Köpfen drin, dass sie zuletzt mehrfach Spiele im letzten Viertel weggeworfen haben", wunderte sich Bär.

Gleichzeitig machte es bei den Lions mental endgültig Klick. Nicht nur, dass Tamara Tatham nun groß aufdrehte und zehn ihrer 22 Punkte im Schlussabschnitt erzielte. Unter dem eigenen Kob griff Christina Schnorr beherzt zu. Insgesamt eroberte die 20-Jährige zehn Rebounds. "Sie hatte wirklich einen großen Tag, ihren bisher besten im Lions-Dress", meinte Bär. Aber er hatte auch noch ein Extra-Lob für Michaela Abelova parat, die dank ihrer Wurfqualitäten gegen die Zonenverteidigung besonders gefragt war und diesmal mehr Einsatzzeit und Verantwortung bekam. "Sie hat gute Würfe genommen und hochprozentig getroffen", so Bär. 71 Prozent von Abelovas Zwei-Punkte-Versuchen saßen, 13 Punkte machte sie insgesamt - meist traf sie, wenn es eng zu werden drohte. "Auch als es auf der Kippe stand, war ich mir sicher, dass nichts schiefgehen würde. Unsere selbstbewusste Körpersprache war ein deutliches Zeichen", so Bär. Und da ging Daphanie Kennedy voran, die sich enorm formverbessert präsentierte. "Sie hat gut organisiert. Langsam kommt sie dahin, wo wir sie haben wollen und spielt so stark, wie man es von ihr in der letzten Saison gewohnt war", so Bär.

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