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Basketball: Alte Heimstärke bei den Lions gefragt

Uhr | Aktualisiert 23.11.2012 08:26 Uhr
Patrick Bär redet mit Punktesammlerin Tamara Tatham. (FOTO: SCHULZ) 
Das Lions-Team von Trainer Patrick Bär trifft am Sonnabend in der Burghalle auf Marburg. Nach zwei Heim-Pleiten besteht beinahe eine Sieg-Pflicht.
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Halle (Saale)/MZ/cka. 

Die letzten Heimauftritte der SV Halle Lions standen unter keinem guten Stern. Auf die unglückliche 0,6-Sekunden-Pleite gegen Freiburg (60:61) folgte die phasenweise hilflose Darbietung gegen den Titelfavoriten aus Wasserburg (64:73). Danach hatte Trainer Patrick Bär auch noch seinen Unmut über einen kleinen Teil der Fans geäußert, der bei den Schiedsrichtern eine keineswegs lionsfreundliche Stimmung erzeugen würde. Die Wogen sind geglättet. Doch zugleich steht das Basketball-Team nun beinahe in der Pflicht, im Spiel am Sonnabend (18 Uhr) gegen den BC Marburg vor heimischer Kulisse in der Burghalle überzeugend aufzutreten.

Und nichts anderes ist das Ziel. "Beim Auswärtssieg bei den Rhein Main Baskets haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. Die Mannschaft wächst immer besser zusammen", hatte sich Bär nach dem 77:69-Erfolg am vergangenen Wochenende in Langen gefreut. Tamara Tatham hatte da im letzten Viertel gepunktet wie sie wollte, Michaela Abelova aufgetrumpft. Regisseurin Daphanie Kennedy kommt langsam dazu, nicht alles auf eigene Kappe zu versuchen. Und Christina Schnorr agiert als Balleroberin unterm Korb immer erfolgreicher. Insgesamt sprühte die Mannschaft nur so vor Selbstvertrauen. "Die Körpersprache hat mir gefallen", so Bär.

Und dennoch: Marburg, das ebenfalls fünf Siege in den ersten acht Partien geschafft hat, kommt keineswegs nur an die Saale, um dann den Lions Spalier zu stehen. Bär wähnt das Team von Trainerin Alexandra Kojic auf Augenhöhe - obwohl es seinen Star Lisa Koop an einen italienischen Verein verloren hat. "Das wurde gut kompensiert. Die Stärken der Mannschaft sehe ich in ihrer Routine und der Zielstrebigkeit", ließ Patrick Bär via Vereins-Homepage wissen. Besonderes Augenmerk sollten seine Damen auf Amanda Davidson und Maggie Skuballa haben. "Schlüsselpositionen", nennt sie Bär.

Außerdem liegen die Gäste den Lions irgendwie nicht. In den letzten vier Spielzeiten gab es gegen Marburg nur drei Siege - bei fünf Niederlagen. Die Bilanz zu verbessern, wäre aber nur ein Nebeneffekt eines Erfolges am Sonnabend.

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