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Handball: Ein Tor von den Außen fehlt

Uhr | Aktualisiert 17.12.2012 17:01 Uhr
Erdeborns Handballer waren glücklos gegen Fichte. (SYMBOLFOTO: DPA) 
Sage und schreibe neun Minuten und 37 Sekunden hat es gedauert, bis Felix Hepp den ersten Treffer für Erdeborns Handballer erzielte. Zuvor hatte sich Fichtes Trainer Frank Hammerschmidt schon mehrfach die Haare gerauft, weil klarste Chancen fahrlässig liegen gelassen wurden.
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erdeborn/MZ. 

Und am Ende fehlte ein Treffer, um beim Tabellenzweiten der Verbandsliga etwas mitzunehmen. 21:22 hieß es aus Erdeborner Sicht gegen die Reserve der HG Köthen.

Was hätte Hammerschmidt nicht alles gegeben, um am Sonnabend mit voller Kapelle nach Köthen fahren zu können. Stattdessen hagelte es Absagen. Torwart Sven Schmeißel - arbeiten, Kapitän Patrick Höhne, Benjamin Pretscherno, Stefan Kargut, Alexander Bauer, Marc Baese und Karl Peitz - allesamt verletzt oder krank. Dazu Felix Hepp und Christian John nicht hundertprozentig fit. So fanden sich unter anderem Tommes Meintschel, Martin Hepp und sogar Mannschaftsleiter Dirk Seyffarth auf dem Spielberichtsbogen wieder. Dennoch: Es sah lange Zeit gut aus, vernachlässigt man in dieser Betrachtung die zunächst miserable Wurfausbeute. Denn über ein 6:4 (23.) führte Fichte zur Pause 11:8. Was Hammerschmidt aber schon da bemängelte, war die hohe Fehlerquote von den Außen und die teils schlechten Anspiele am Kreis. Aber selbst nach 47 Minuten schien der Sieg noch drin. Drei Tore Vorsprung hatte Erdeborn beim 17:14. Aber was sind im Handball schon drei Treffer im Plus? Zumal die Schiedsrichterinnen aber der 51. Minute laut Hammerschmidt ihre Linie verloren, nachdem sie wegen einer Zeitstrafe und roten Karte gegen Köthener Spieler von diesen verbal attackiert wurden. Ja Schiedsrichterinnen, die ihre Sache bis dahin nicht bestens aber doch ordentlich machten.

"Aber da sind wir wieder bei den Problem, dass immer weniger junge Leute bereit sind, Spiele zu leiten. Und wenn sie dann so von außen beeinflusst werden, kein Wunder, dass sie ihre Linie verlieren", kommentierte Hammerschmidt da.

Zu guter Letzt verlor er mit Felix Hepp auch noch seinen an diesem Tag wohl besten Mann. Sieben Minuten vor Ultimo machte sich die Knöchelverletzung wieder so stark bemerkbar, dass der achtfache Torschütze nicht mehr weiter spielen konnte. Und Christian John, durch eine Schulterverletzung gehandicapt, blieb mit drei Treffern unter seiner gewohnten Ausbeute. Neben dem fehlenden Quäntchen Glück machte Hammerschmidt aber noch eine andere Ursache für die Niederlage aus. "Im gesamten Spiel ist uns nur ein Treffer von den Außenpositionen gelungen. Was im Training klappt, bekommen wir im Spiel nicht auf die Reihe. Am liebsten würde ich mich selbst mal einwechseln, um zu beweisen, was da alles geht", so Erdeborns Trainer.

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