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Fußball: Irrläufer sorgt für viel Unmut beim Eisleber Turnier

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 20:33 Uhr

Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer zeichnet Alslebens Artan Isufi als besten Spieler des Turniers aus. (FOTO: DETLEF LIEDMANN)

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Ein Déjà-vus wie es im Buche steht gab es beim zweiten Hallenfußballturnier um den Pokal der Lutherstadt Eisleben. Wie zur Premiere vor einem Jahr ging die Trophäe an die Saale.
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eisleben/MZ. 

Einziger Unterschied: Das Finale lautete diesmal Rot-Weiß Alsleben kontra MSV Eisleben, nachdem 2011 Kreisoberligist Emseloh im Endspiel gestanden hatte. Und während die Schützlinge von Achim Straube damals noch das Neunmeterschießen brauchten, machten sie diesmal mit 5:3 innerhalb der zwölf Minuten alles sicher.

Zweites Déjà-vus: Alslebens Artan Isufi wurde wieder zum besten Spieler gewählt. Bester Schütze: Sebastian Horner (Alsleben). Auch die Trophäe für den besten Torhüter ging Richtung Norden. Kleiner Trost: Christian Timmerhoff (Lok Aschersleben) hat das Einmaleins des Fußballs bei Aufbau Eisleben erlernt. Für die Helftaer war in ihrer Gruppe nach ihrem letzten Vorrundenspiel gegen die Alslebener (0:2) nur der dritte Platz geblieben.

Daran hat es aber sicher nicht gelegen, dass der Stadtnachbar MSV zwar Gastgeber war, aber der Heimvorteil, zumindest im Finale, scheinbar auf Seiten Alslebens. Schuld war ein Blatt Papier, dass laut Steffen Hildebrandt irrtümlich in Umlauf geraten war. "Es haben doch vorab alle eine Ausschreibung bekommen, wo die Modalitäten drin standen", so der Vizepräsident des MSV Eisleben. Dennoch war die Aufregung groß. Denn auf dem Blatt stand: Die Gruppenersten spielen das Finale, von Überkreuzvergleichen war keine Rede. Schon machte die Mauscheltheorie die Runde, weil der MSV in seiner Gruppe nur Zweiter hinter Alsleben geworden war. "Wir wissen, das wir nicht nur Freunde haben. Aber die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen", sagte Hildebrandt.

In der anderen Gruppe setzte sich Aschersleben vor Helbra durch, während Allstedt und Klostermansfeld nur eine Nebenrolle spielten. Genau wie in der anderen Staffel der SV Kelbra. Im Halbfinale setzte sich der MSV gegen Landesligist Aschersleben 4:3 durch, während Alsleben mit 4:2 gegen Helbra das bessere Ende hatte. Dass Aschersleben und Alsleben sich in den folgenden Spielen um Platz drei und eins durchsetzten, hatte sich schon angedeutet. Am Ende verzichteten die Organisatoren auf weitere Platzierungsspiele.

So waren zur Siegerehrung durch Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer nur noch fünf Teams in der Halle, die anderen schon auf ihrem Weg nach Hause.