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Kegeln: Das Ende der Unbesiegbarkeit

Uhr | Aktualisiert 17.12.2012 21:15 Uhr

Roßlaus Teamchef Henry Hennig (rechts) in Aktion. Neben ihm der Berliner Andre Kranz, links hinten ist Ron Seidel zu sehen. (FOTO: FLOHR)

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Fast fünf Jahre hat es gedauert, nun ist es doch geschehen: Die Zweitliga-Kegler des ESV Roßlau haben am Sonnabend wieder ein Heimspiel verloren. Gegen Semper Berlin, das sich extra mit zwei Nationalspielern verstärkt hatte, zogen die Roßlauer Männer um Teamchef Henry Hennig mit 5951:6126 Holz den kürzeren.
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rosslau/MZ. 

Zuletzt hatten die ESV-Spieler auf eigenen Bahnen 1. März 2008 gegen Kleeblatt Berlin verloren.

Seitdem war jeder Gegner wieder mit leeren Händen aus Roßlau abgereist - bis auf Semper Berlin. "Uns war klar, dass es irgendwann passieren würde. Sauer ist deshalb keiner", meinte Hennig nach der Partie, und verwies auf die Personalsituation. Im Gegensatz zu Berlin kann Roßlau nun schon seit geraumer Zeit nicht in Bestbesetzung spielen. Mit dem verletzten Frank Abel fehlt eine wichtige Stütze. Das wurde gegen Semper Berlin wieder deutlich. Schon nach dem ersten Durchgang lagen die Hausherren mit 181 Punkten in Rückstand. Jens Sobeck spielte zwar wie gewohnt auf gutem Niveau (1031 Holz), noch bei seinem Teamkollegen Andreas Duttenhofer (951) lief nicht alles rund. Das neu formierten Mittelpaar Wolfgang Grötzner und Frank Pahlisch begann anschließend die Aufholjagd. Routinier Grötzner spielte sehr ausgeglichen und kam auf 1048 Kegel - erneut avancierte er damit zum besten Roßlauer. Pahlisch (939 Kegel) hingegen agierte nicht auf seinem gewohnten Level. Trotzdem holten die beiden auf, der Rückstand schrumpfte auf 92 Holz.

Im Schlussdurchgang trumpften die Gäste aber noch einmal auf. Vor allem André Krause zeigte, was die Roßlauer Läufe hergeben können. Er wartete mit einem neuen Bahnrekord in Roßlau und zugleich einem neuen Auswärts-Liga-Rekord auf. Mit nur einem Fehlwurf und mit noch nie dagewesenen 1127 gefallenen Kegeln krönte er seinen exzellenten Auftritt.

Roßlaus Teamchef Hennig hatte dieser "Übermacht" aus Berlin nicht viel entgegen zu setzten. Er kam auf 962 Kegel. Zwar erspielte sich Ron Seidel ausgezeichnete 1020 Punkte, gefährlich werden konnten die beiden Roßlauer Schlussstarter den Berlinern aber nicht mehr. In der Tabelle verbleibt Roßlau nun auf Rang acht, und liegt damit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Platz vier in der Endabrechnung ist und bleibt das Ziel des Teams

Roßlau:

J. Sobeck 1031, A. Duttenhofer 951; W. Grötzner 1048; F. Pahlisch 939; H. Hennig 962; R. Seidel 1020

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