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Handball: Viertelfinale für HC Leipzig in Sicht

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 22:08 Uhr

Maura Visser findet eine Lücke in der Trondheimer Abwehr. (FOTO: SEBASTIAN)

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Die Frauen des HC Leipzig bezwangen am Freitagabend in der Dessauer Anhalt-Arena vor 1.786 Zuschauern Byasen Trondheim mit 26:23. Damit erarbeiteten sich die Leipzigerinnen eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel am Sonntag.
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Dessau/MZ. 

Das Pflaster am Kinn war eine Erinnerung, als Tonje Nostvold einfach auf Luise Schulze drauffiel. Der Siebenmeter war kein Trost. Schulze, Abwehrchefin des HC Leipzig, verschwand in der 22. Minute angeschlagen in der Kabine, stand aber pünktlich zur zweiten Halbzeit wieder auf dem Parkett - und strahlte nach dem Abpfiff. Mit 26:23 hat der HC Leipzig Freitagabend in der Dessauer Anhalt-Arena das Europapokal-Hinspiel gegen Byasen Trondheim gewonnen. Zwei Tore hatte Schulze erzielt, sich immer wieder unfassbare Bälle gekrallt und gleich noch einige Siebenmeter herausgeholt.

Ob die beiden Großen im Leipziger Team, Luise Schulze (2) und Rückraumspielerin Anne Hubinger (5), die Matchwinner waren? Katja Schülke, Leipzigs Kapitänin, nickte nur. "Das ist eine unserer Stärken", sagte die Nationaltorhüterin. Trondheim habe sich sehr gut eingestellt auf Maura Visser und Karolina Kudlacz. "Doch dann springen eben zwei andere in die Bresche." Visser und Kudlacz kamen übrigens zusammen immer noch auf neun Tore.

Vor 1.786 Zuschauern in der Anhalt-Arena hat sich der HC Leipzig im Europapokal-Achtelfinale eine gute Ausgangsbasis verschafft für das Rückspiel, das schon am Sonntag, 15 Uhr, in Leipzig angepfiffen wird. Dass die Mannschaft das zehnte Spiel in diesem Jahr bestritt, war allenfalls in den letzten zehn Minuten spürbar. Nach dem 17:22, einer Auszeit und einem Torwart-Wechsel der Trondheimer ließ Leipzig offensiv ein paar Chancen weg und kam defensiv bei ein paar Schlagwürfen zu spät. "Da hat man gemerkt, dass die Kräfte etwas weniger wurden", sagte Schülke, die unter der Woche ebenfalls mit einem Infekt kürzer treten musste, aber trotzdem da war, als sie gebraucht wurde. In der Schlusssekunde beispielsweise. Trondheim hatte sich nach dem 21:26 auf 23:26 herangekämpft und war drauf und dran, mit dem letzten Angriff auf zwei Tore zu verkürzen. Den entscheidenden Wurf aber von Tonje Nostvold wehrte Schülke ins Aus ab. Da klatschte selbst Wieland Schmidt, als Weltklasse-Torwart am DDR-Olympiasieg 1980 beteiligt und jetzt Torwart-Trainer beim HC Leipzig, Beifall. Die Fans hatten sich da längst erhoben, wissend, dass der "Auswärts"-Sieg ein wichtiger Schritt in Richtung Viertelfinale war. "Wir müssen konzentriert weiter machen", forderte Schülke. Ein letzter Kraftakt ist am Sonntag im Rückspiel notwendig. Nach dem zwölften Spiel 2013 am Sonntag gibt es eine Woche frei.

HC Leipzig:

Schülke - Visser 5 / 3, Augsburg 4, Müller 2, Bont 3, Schulze 2, Kudlacz 4, Lang 1, Hubinger 5

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