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Handball: Swiridenko stärkt die eigene Abwehr

Uhr | Aktualisiert 14.12.2012 19:33 Uhr

Ein Spieler wirft einen Handball. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Der Handball-Drittligist Dessau-Roßlauer HV, der am Sonntag ab 17 Uhr in der heimischen Anhalt-Arena auf den Tabellenfünften TG Münden trifft, braucht dringend einen Heimsieg.
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Dessau/MZ/SB. 

Franz Beckenbauer hat es sich einst einfach gemacht. "Geht's raus und spielt's Fußball", hatte der Trainer von seiner Mannschaft verlangt. Es war eine erfolgreiche Taktik. Für Sonntag hat Thomas Zänger einen ähnlichen Wunsch.

"Unsere Jungs sollen sich einfach daran erinnern, dass sie Handballspielen können", sagt der Präsident des Handball-Drittligisten Dessau-Roßlauer HV, der am Sonntag ab 17 Uhr in der heimischen Anhalt-Arena auf den Tabellenfünften TG Münden trifft - und dringend einen Heimsieg braucht.

Die TG Münden darf zu den Überraschungen der Saison gezählt werden. "Die waren letztes Jahr schon gut - und haben mit Spielertrainer Alexander Koke noch einen entscheidenden Mann dazu bekommen", warnt Dessau-Roßlaus Trainer vor dem ehemaligen Erst- und Zweitliga-Spieler (Lemgo, Eisenach).

"Der ist die ordnende Hand für ein sehr diszipliniertes Spiel", lobt Swiridenko. Münden spielt schnell, aber nicht zu schnell. "Die haben ihr Tempo gefunden. Da nützt es auch nichts, wenn man Koke in Manndeckung nimmt. Die individuelle Klasse seiner Nebenmänner ist einfach zu groß. Die machen ihr Ding."

Trainer Georgi Swiridenko hat in dieser Woche intensiv an der Taktik für das Wochenende gearbeitet. "Es ist verdammt wichtig für uns, dass wir gut ins Spiel kommen", weiß der Trainer aus den Erfahrungen der letzten misslungenen Heim-Auftritte. Swiridenko will deshalb die Abwehr umstellen und stärken, um dem eigenen Spiel mehr Sicherheit zu geben. "Der Rest entwickelt sich dann."

Wie die Umstellung aussieht, ließ der Trainer offen. Allerdings könnte Lukas Krug dabei eine Hauptrolle spielen. Der abwehrstarke Rückraumspieler kam im Sommer mit Sebastian Donath aus Brandenburg nach Dessau, hat wegen einer Knieverletzung bislang aber nur zugeschaut. Vor zwei Wochen stand Krug erstmalig im Kader. Nun steht das Debüt auf dem Parkett an.

Swiridenko kennt die Konsequenzen dieser Entscheidung. "Die erste und die zweite Welle könnten darunter leiden." Doch der Trainer kann und muss damit leben. Die eigenen Konter haben zuletzt eh nur zu oft zu Ballverlusten geführt - und zu Rückständen. "Wir sind nicht Cottbus, die sechzig Minuten rauf und runter rennen können."

Personell ist bis auf Martin Danowski alles an Deck. Der Kreisläufer aus Magdeburg kämpft immer noch mit einer Blinddarmreizung und fällt am Sonntag aus.