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Handball: Ohne Rhythmus zum Sieg?

Uhr | Aktualisiert 31.01.2013 21:44 Uhr

Das Hinspiel gegen Pirna gewann der DRHV (in Weiß) - hier mit Marco Hüls - in eigener Halle deutlich. (FOTO: SEBASTIAN)

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Der Dessau-Roßlauer HV hat Schwierigkeiten den richtigen Rhythmus zu finden. Am Sonnabend, 19.30 Uhr, ist das Team um Kapitän Christian Hoffmann beim ESV Lok Pirna gefordert.
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Dessau-rosslau/MZ. 

Optimal ist das alles nicht. Am 21. Dezember, drei Tage vor Weihnachten, hat Handball-Drittligist Dessau-Roßlauer HV sein letztes Heimspiel bestritten - und den Lokalrivalen aus Aschersleben mit 34:26 deklassiert. Es folgte eine vierwöchige Winterpause - und ein gelungener Start in das Jahr 2013: Beim HC Elbflorenz Dresden siegte die Mannschaft von Trainer Georgi Swiridenko am 19. Januar knapp, aber verdient mit 30:29, um dann erneut ein spielfreies Wochenende zu haben.

"Es ist zur Zeit schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden", sagt Trainer Swiridenko vor dem zweiten Spiel des Jahres, das für den Dessau-Roßlauer HV erneut eine Auswärtsaufgabe bereit hält und die Mannschaft wieder nach Sachsen führt. Sonnabend, 19.30 Uhr, ist das Team um Kapitän Christian Hoffmann beim ESV Lok Pirna gefordert.

Den Dessau-Roßlauer HV und die Sachsen trennt nur ein Tabellenplatz, aber zugleich sechs Minuspunkte. Dessau-Roßlau hat sein Punktekonto nach drei Siegen in Folge auf 18:16 Punkte und den neunten Rang verbessert. Pirna, das schon drei Spiele in diesem Jahr absolviert hat, steht mit 14:22 Punkten auf Platz 10 - und ist im Abstiegskampf noch nicht ganz sorgenfrei.

Das Hinspiel hat Dessau-Roßlau klar mit 31:26 gewonnen. Swiridenko warnt trotzdem. "Pirna ist ein anderes Kaliber als Dresden." Und Pirna hat sich im Vergleich zur Hinrunde verbessert. "In der Anhalt-Arena hat es noch gereicht, eine Manndeckung gegen die starken Jiri Boucek oder Jiri Havlat zu spielen, um Pirna aus dem Konzept zu bringen", sagt Swiridenko. Doch die Mannschaft von Trainer Patr Hazl hat spielerisch zugelegt. "Pirna spielt jetzt vielseitiger." Und Pirna ist damit gefährlicher.

Doch Dessau-Roßlau hat zuletzt viel Selbstvertrauen gesammelt. "Die Mannschaft hat richtig stark trainiert. Die Stimmung ist gut", lobt Swiridenko die eigene Truppe und ist zuversichtlich für den Sonnabend. "Wir dürfen nur nicht wieder leichtsinnig werden." Wie gegen Dresden. Da lag Dessau-Roßlau in der ersten Halbzeit schon deutlich vorn - und machte den Gegner dann noch einmal unnötig stark. "Daraus haben wir gelernt", sagt der Trainer, der vor allem auf seine Abwehr setzt. "Die hat zuletzt richtig gut funktioniert."

Überhaupt: Der Trend ist nach einer komplizierten Hinrunde mit einigen ganz schwachen Heimspielen positiv. "Ich sehe die Entwicklung der Mannschaft. Es macht Spaß, mit ihr zu arbeiten", sagt Swiridenko, der nächste Woche ein Gespräch mit Präsident Thomas Zänger über eine Vertragsverlängerung hat. Der Termin ist begleitet von allerlei Gerüchten. Kommt ein neuer Trainer? Ist schon eine Vorentscheidung gefallen? "Wir können uns gegen Gerüchte nicht wehren", sagt Zänger und lehnt jeglichen Kommentar ab.

Swiridenko nimmt das professionell. "Ich würde gern weiter machen. Doch die Entscheidung müssen andere treffen. Wichtig ist, dass alle Beteiligten irgendwann Klarheit haben." Ob der Trainer mit einem Sieg in Pirna noch Pluspunkte sammeln kann, ist unklar.

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