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Handball: Kühnau siegt im ersten Spiel nach Wechsel

Uhr | Aktualisiert 17.12.2012 21:12 Uhr

Der sportliche Leiter Marko Wallschläger. (FOTO: MZ)

Mit einem Paukenschlag wartet die SG Kühnau auf. Der Handball-Verbandsligist hat sich vergangene Woche von seinem erst im Sommer verpflichteten Trainer Stefan Kutschbach wieder getrennt.Im ersten Spiel ohne Kutschbach landete die SGK wieder einen Heimsieg. Saisonende.
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Kühnau/MZ/fha. 

Mit einem Paukenschlag wartet die SG Kühnau auf. Der Handball-Verbandsligist hat sich vergangene Woche von seinem erst im Sommer verpflichteten Trainer Stefan Kutschbach wieder getrennt. Für ihn übernimmt der sportliche Leiter Marko Wallschläger wieder das Amt, gemeinsam mit Ex-Trainer Torsten Kwoczalla, vorerst bis Saisonende.

Mit Entwicklung unzufrieden

"Die Entwicklung der Mannschaft verlief nicht so, wie wir uns das in der Führung vorgestellt haben", erklärt Wallschläger. Spieler seien zu ihm oder Präsident Uwe Geyer gegangenen, um ihren Unmut über die Situation innerhalb des Teams kund zu tun. "Die Mannschaft drohte, völlig untypisch für Kühnau, in drei Teile zu zerfallen", so Wallschläger. Seine erste Aufgabe wird es deshalb sein, das Team wieder zu einer Einheit zusammenzuschweißen. Das wird allerdings nicht leicht, denn nicht alle Spieler sind mit der Entscheidung und der Vorgehensweise einverstanden.

Im ersten Spiel ohne Kutschbach jedenfalls landete die SGK wieder einen Heimsieg. Gegen den Weißenfelser HV siegte die SGK mit 24:19. Pünktlich zum Spiel legte die Mannschaft ihre innere Unruhe erst einmal ab. Mit Frank Reckzeh und Benny Sitte meldeten sich zudem zwei wichtige Spieler wieder gesund. Kühnau begann wie die Feuerwehr, die Mannschaft war hochmotiviert. Mit einer offensiven 3-2-1 Abwehr schockte man den WHV, der wohl mit der bislang in dieser Saison praktizierten 6-0-Variante gerechnet hatte.

Neue alte Abwehr

Doch die hatte Wallschläger als erstes eingemottet und die gefürchtete Kühnauer Offensiv-Deckung wieder hervor geholt. "Die funktioniert hervorragend", freute sich Wallschläger. So konnten die Dessauer Vorstädter auch schnell nach vorn spielen, leichte Kontertore erzielen und sich einen 8:2-Vorsprung erarbeiten. Dies kostete enorm viel Kraft, so das nach 20 Minuten gewechselt werden musste. In der Deckung ging Kühnau auf eine offensive 6-0 zurück. Die Gäste kamen nun etwas besser ins Spiel, doch Kühnau verteidigte den Vorsprung bis zum 12:7-Halbzeitstand.

Trainer lobt Teamgeist

In der zweiten Spielhälfte erhöhte Weißenfels den Druck - und holte Tor um Tor auf. Kühnaus Abwehr wirkte nicht mehr so stabil, beim 16:14 waren es dann nur noch zwei Treffer Vorsprung. Doch mehr ließen die Hausherren an diesem Tag nicht zu, zäh verteidigten sie den Vorsprung. Bis zum 18:16 konnten sich die Gäste noch Hoffnung machen, doch mit drei Toren in Folge zum 21:16 schafften die SGK-Jungs die Vorentscheidung. In der Endphase kam dann Carsten Bachmann für den guten Maik Wiese ins Tor und vernagelte selbiges regelrecht. "Der Erfolg wurde vom Team erkämpft, die spielerische Leichtigkeit fehlte noch. Aber dies ist logisch, denn es musste im Positionsangriff viel improvisiert werden", so das Fazit von Wallschläger nach der Partie. Den Grundstein für den Sieg sah er in der Deckungsarbeit der Mannschaft.

SG Kühnau:

Wiese (Tor), Bachmann - Gatzke 6, Koch 3, Rieprich 1, Bösener 1, Gabbert 7 / 2, Feix 1, Adam 3, Kaufmann 1, Hödicke, Höppner, Reckzeh, Sitte 1