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Handball: Hauptsache gewonnen

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 20:22 Uhr
«Die Aktion war einfach unclevcer», so DRHV-Trainer Georgi Swiridenko. (FOTO: ARCHIV) 
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Der Dessau-Roßlauer HV gewinnt beim Vorletzten Pohlheim mit einem Tor. Allerdings legen die Besiegten Einspruch ein, es gibt ein Nachspiel.
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pohlheim/dessau/MZ. 

Wenige Sekunden sind noch auf der Spieluhr, für den Dessau-Roßlauer HV hat Armands Uscins gerade das (am Ende entscheidende ) 30:29 erzielt. Pohlheim will rasch den Anwurf ausführen, doch DRHV-Rechtsaußen Tomasz Pavlicek stört die Ausführung.

Damit rettet der Tscheche zwar den 30:29-Auswärtssieg seines Teams, sieht aber selbst die rote Karte und muss mit einem Bericht der Schiedsrichter Tobias Lay und Kay Morlock rechnen. "Das heißt: ein bis drei Spiele Sperre. Die Aktion war einfach unclever, das hätte man auch anders machen können", kommentierte DRHV-Trainer Georgi Swiridenko die Szene, die noch ein Nachspiel haben wird. Pohlheim legte Protest ein.

Trotzdem überwog bei den Dessauern die Erleichterung über den so dringend herbeigesehnten Erfolg, der nach zwei Pleiten in Folge gerade zur rechten Zeit kommt. Maßgeblichen Anteil daran hatte der nach seiner Verletzung ins Team zurückgekehrte Robert Lux.

Zehn Treffer und damit ein Drittel aller Dessau-Roßlauer Tore steuerte der Rückraum-Kanonier zum Erfolg bei. "Lux hat wieder gezeigt, wie wertvoll er für dieses Team ist. Nicht nur allein mit seinen Treffern, sondern auch mit seiner Präsenz auf dem Feld", sagte Swiridenko zufrieden.

Seine Schützlinge hatten in Pohlheim "bis zur 40. Minute alles im Griff", ehe Lay / Morlock begannen, die Beavers auszudünnen. Erst erwischte es den Abwehrspezialisten Martin Pratersch, später bekam dann auch Martin Danowski eine direkte Disqualifikation. Dazu gab es reichlich Zeitstrafen (11). "Teilweise spielten wir in doppelter Unterzahl", schüttelte Swiridenko den Kopf.

Die Folge: der bis zur Pause (15:10) erkämpfte Vorsprung schmolz wie Schnee in der Sonne. Beim 22:22 (51.) glich Pohlheim aus. Dessau-Roßlau aber behielt die Nerven, spielte das Match "cool und clever" zu Ende und sicherte sich noch verdient die zwei Punkte.

DRHV

:

Sprecher, Hoffmann; Pavlicek 3 / 3, Müller 4, Uscins 4, Donath 2, Alisch 3, Lux 10 / 2, Pratersch, Hüls 1, Danowski 3

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