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Handball: DRHV mit zwei Siegen zum Jahresende

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 18:34 Uhr

Solche artistischen Einlagen musste Erwin Feuchtmann (14) zeigen, um die DRHV-Abwehr um Martin Pratersch (links) und Robert Lux überwinden zu können. (FOTO: SEBASTIAN)

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Der DRHV hat sich mit zwei Siegen erst einmal Luft verschafft. Gegen Aschersleben schafften die Dessau-Roßlauer einen überzeugenden 36:24-Sieg.
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dessau-rosslau/MZ. 

Wohin man auch blickte, alles strahlte. Wie in einer Weihnachtsbaum-Ausstellung. Aber es war der VIP-Raum der Anhalt-Arena, in der sich am Freitag Abend die Prominenz von Dessau-Roßlaus Vorzeigeverein versammelte. Angesichts der zuvor gesehenen 36:24-Demontage des Landesrivalen Aschersleben im letzten Punktspiel des Jahres schmeckten Bier und Wein besonders gut.

Die Erleichterung war spürbar. Nach der herbstlichen Talfahrt des Teams, die erst kurz vor der Abstiegszone halt machte, wiegen Siege doppelt schwer, beruhigen sie doch nervöse Gemüter. Die DRHV-Sieben landete deren gleich zwei in Folge. Erst gegen Münden, dann vor 1 074 Zuschauern gegen Aschersleben. Der Lohn: Mit 16:16 Punkten hat sich die Truppe von Trainer Georgi Swiridenko wieder ins solide Mittelfeld der dritten Liga Ost vorgearbeitet. Der mit dem Weltuntergang gleichbedeutende Abstieg wird wohl ohne die DRHV Beavers stattfinden. Da sparte auch der Präsident nicht mit Lob. "Kompliment an das Team. Es hat sich selbst aus dem Tal rausgezogen und in den letzten beiden Spielen des Jahres bewiesen, das es Handball spielen kann", so Thomas Zänger zufrieden. Dem konnte sich Trainer Georgi Swiridenko nur anschließen. "Das Spiel gegen Münden war schon optimal. Das gegen Aschersleben war noch besser", sparte der Weißrusse nicht mit Superlativen nach dem bislang deutlichsten Derbysieg gegen die Alligatoren aus Aschersleben. Natürlich, richtig konkurrenzfähig waren die Gäste aus dem Salzland nur 15 Minuten lang. Mit dem Versuch, durch einen 4-2-Deckung "die Achse Lux / Hüls" aus dem Spiel zu nehmen, schossen sich die Alligatoren selbst ins Knie. Die sich dadurch auftuenden riesigen Lücken in der Abwehr nutzte Dessau-Roßlau konsequent, zudem erwiesen sich Marco Hüls und Robert Lux ihren Sonderbewachern auch im Zweikampfverhalten als überlegen. "Wir haben es versäumt, in der Abwehr ins Spiel zu kommen", räumte Ascherslebens Interims-Trainer Frank Seifert senior später ein. Ohne die technischen Fertigkeiten der beiden Chilenen Emil und Erwin Feuchtmann wäre es für sein Team ein bitterböser Abend in der Anhalt-Arena geworden. Die beiden Südamerikaner warfen immerhin mehr als die Hälfte aller Gäste-Treffer.

Die Dessau-Roßlauer blicken unterdessen optimistisch dem kommenden Jahr entgegen. "Ich hoffe, es geht im nächsten Jahr so weiter", sagte Trainer Swiridenko mit Blick zu seiner Truppe .

DRHV: Hoffmann, Sprecher - Pavlicek 4 / 3, Müller 2, Uscins 6, Donath 3, Alisch 5, Lux 9, Krug 1, Schmidt, Pratersch, Hüls 5, Danowski 1

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