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Handball: Bachmann macht hinten dicht

Uhr | Aktualisiert 28.01.2013 21:48 Uhr

Die Handballer der SG Kühnau (in Grün) sind derzeit nicht zu stoppen. Bereits sechs Spiele in Folge konnten die Dessauer schon gewinnen. (FOTO: SEBASTIAN)

Die Erfolgsstory bei der SG Kühnau geht weiter. Am Sonntag gelang dem Team der sechste Sieg in Folge seit dem Trainerwechsel.
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Kühnau/MZ. 

Handball-Verbandsligist SG Kühnau ist derzeit das Team der Stunde. 12:0 Punkte holte die SGK aus den letzten sechs Spielen. Seit dem 15. Dezember ist Kühnau unbesiegt. Am Sonnabend fertigte die Truppe von Trainer Marco Wallschläger mit dem SV Friesen Frankleben (29:22) eine weitere Top-Mannschaft der Verbandsliga Süd ab.

Eine wichtige Grundlage für den Erfolg war die Leistung von Torhüter Christian Bachmann. Der "vernagelte" sein Gehäuse förmlich und zog den Hausherren damit den Nerv. Trotzdem wurde es das erwartet schwere Spiel für die gastgebenden Kühnauer. Diese begannen konzentriert und führten mit 3:1, die Friesen spielten aber mit viel Bewegung gegen die offensive Kühnauer Abwehr. Dann brachten sich die Hausherren durch zahlreiche vergebene Chancen selbst aus dem Konzept. Immer wieder scheiterten die Jungs am guten Franklebener Keeper. Die Gäste nutzten dies, kamen auf 5:5 heran und gingen gar mit 6:10 in Führung. Kühnau stellte auf einen defensiveren Abwehrriegel um und probierte im Angriff wieder in Schwung zu kommen. Doch beides gelang vor der Pause kaum. In der Abwehr fehlte es an Abstimmung und Intensität, im Angriff wurde (zu) viel mit der Brechstange gearbeitet. So konnten die Dessauer Vorstädter vor der Pause nur Schadensbegrenzung betreiben und gingen mit einem 12:15 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang änderte Kühnau auch seine Angriffsstrategie. Vor allem die offensive Deckung neben Gabbert musste umgangen werden. "Ziel war es, die Angriffe länger bis zur klaren Chance auszuspielen. Dies setzten die Jungs auch gleich gut um", erklärte Coach Wallschläger später.

Dabei vergaben die Kühnauer die ersten Chancen des zweiten Durchgangs. Das fiel jedoch nicht weiter ins Gewicht, da sich die Deckung deutlich steigerte und Bachmann im Tor zu Höchstform auflief. Er entnervte mit seinen Paraden förmlich die Schützen der Friesen. Lediglich sieben Treffer gelangen den Gästen noch im zweiten Abschnitt.

Dadurch schafften die Kühnauer beim 16:16 wieder den Ausgleich und gingen auch gleich in Führung. Das Team hatte seine Sicherheit im Angriff wieder gefunden. Christopher Adam spielte auf der halbrechten Position gut, Ronny Gabbert konnte über Außen viel Druck machen. Die Hausherren waren drin im Spiel und zogen auf 21:16 davon. Frankleben wurde in Folge dessen undisziplinierter und leistete sich viele unnötige Zeitstrafen. Beim 22:19 hofften die Gäste noch einmal, doch Kühnau ließ sich nicht mehr vom Weg abbringen und landete am Ende einen doch noch recht deutlichen Erfolg.

Lange ausruhen können sich die die SGK-Männer allerdings nicht. "Die schweren Spiele gehen weiter", nickt Wallschläger. Am nächsten Wochenende muss Kühnau zum Tabellenzweiten nach Köthen. Hier will sich das Team für die knappe Heimniederlage revanchieren und selber den zweiten Platz in der Tabelle erobern.

SG Kühnau:

Wiese, Bachmann - Gatzke 2, Rieprich 3, Bösener 3, Sitte, Adam 4, Gabbert 10 / 3, Feix, Liemandt 2, Kaufmann 1, Hödicke 2 / 1, Niemann, Reckzeh 2