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Handball: Auf die Abwehr kommt es an

Uhr | Aktualisiert 19.12.2012 21:03 Uhr

Drei Dessau-Roßlauer Abwehrgaranten: Martin Pratersch und Robert Lux (v.l. in Weiß) und Torwart Andreas Sprecher. (FOTO: SEBASTIAN)

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Der DRHV will auch das letzte Punktspiel des Jahres gewinnen. Am Freitag kommt Landesrivale Aschersleben in die Anhalt-Arena (19 Uhr).
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dessau-rosslau/MZ. 

Trainer Georgi Swiridenko lächelt. Sein Team ist wieder auf Kurs. Nachdem der DRHV bis auf Platz neun der Tabelle der dritten Handballliga zurückgefallen ist, gelang den Beavers vor einer Woche im Spiel gegen Münden die sportliche Wiederauferstehung. Nun wartet eine heikle Aufgabe auf das Team. Am Freitag kommt Landesrivale Aschersleben in die Anhalt-Arena (19 Uhr).

Es ist das letzte Punktspiel des Jahres, in eigener Halle, vor eigenem Publikum, "natürlich wollen und müssen wir das gewinnen", ist sich Swiridenko im Klaren, was von ihm und seinem Team in diesem Derby gegen den Tabellenvierzehnten erwartet wird. Eigentlich sollte das auch kein Problem sein, aber das dachte man sich bei DRHV in der aktuellen Saison schon des öfteren.

Gegen Aschersleben soll es aber keine böse Überraschung geben. "Wir müssen unsere Leistung aus dem Spiel gegen Münden wieder abrufen. Da haben wir allen bewiesen, dass wir etwas können", sagt der Trainer.

In Aschersleben ist unterdessen eine neue Zeitrechnung angebrochen. Die Ära von Trainer Günther Funk ging rascher als erwartet zu Ende, für ihn hat Frank Seifert das Ruder in die Hand genommen. Mit ihm änderte sich auch die Spielweise der Ascherslebener, hat Swiridenko beobachtet. Die Spielgestaltung liege nun völlig in den Händen der Feuchtmann-Brüder, deren südamerikanischer Stil etwas unorthodox daherkommt.

"Aschersleben spielt schneller und wirft mehr Tore als vorher, das aber auf Kosten der Deckung", hat sich Swiridenko notiert. Das ist der Punkt, an dem Dessau-Roßlau den Hebel ansetzen will. Eine Schlüsselrolle soll dabei die eigene Abwehr einnehmen. "Wir brauchen eine stabile Deckung", erklärt der Dessauer Trainer.

An dieser soll die Flut der Aschersleber Angriffe abprallen, um die eigenen Konterattacken einleiten zu können. Klingt in der Theorie einfach, das Ganze in die Praxis umzusetzen, "ist nicht einfach. Wir haben bei uns im Team das Problem, dass im Training gezeigte Leistungen im Spiel nicht wieder abgerufen werden können."

Genau das dürfen sich die Beavers aber im Duell mit Aschersleben nicht erlauben. Auch die Gäste werden darauf brennen, dem Landesrivalen mit einer Niederlage in die Weihnachtsferien zu schicken. Und nicht zuletzt müssen sich die DRHV-Spieler auch weiterhin darum bemühen, die Gunst der eigenen Zuschauer wieder zu gewinnen.

Nicht einmal 600 Zuschauer im Spiel vor einer Woche gegen Münden sollten allen Beavers Warnung genug sein, dass das Dessauer Publikum die Talfahrt nicht noch mit ausreichend Eintrittsgeldern honorieren wird. Das Derby bietet da gute Chancen, verlorene Reputation zurück zu gewinnen.

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