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Handball - Dritte Liga: Torjäger Lux ist wieder dabei

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 22:23 Uhr

Die Magdeburger Alexander Saul (li.) und Tim Hornke lassen Armands Uscins ziehen: Beim Derby in Magdeburg war Dessau-Roßlau ohne Robert Lux aber chancenlos. (FOTO: SCHULZE)

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Nach zwei Wochen Pause ist der Dessau-Roßlauer HV am Sonnabend beim Vorletzten in Pohlheim gefordert. Der Torjäger Robert Lux hat sich derweil fit gemeldet.
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Dessau-Rosslau/MZ. 

Die größte Sorge von Georgi Swiridenko ist schnell beschrieben. "Dass jetzt alle denken, dass es von allein läuft, weil Robert Lux wieder dabei ist." Drei Spiele musste der Torjäger zuletzt wegen einer schmerzhaften Brustmuskelzerrung aussetzen. Diese 180 Minuten offenbarten, wie abhängig das Spiel des Dessau-Roßlauer HV von seinem Torjäger ist: Gegen Schlusslicht und Aufsteiger Cottbus reichte es noch zu einem mühsamen 27:26-Erfolg. Im Anhalt-Derby gegen Bernburg setzte es eine verdiente 20:23-Niederlage. Im Duell gegen die Youngster aus Magdeburg war Dessau-Roßlau beim 21:33 chancenlos. Und trotzdem stellt Swiridenko fest. "Wir haben nicht nur verloren, weil Robert Lux gefehlt hat. Wir haben zuletzt unsere Leistung nicht gebracht."

Zwei Wochen Spielpause haben daher ganz gut getan, um sich mal auszusprechen. "Wir hatten zuletzt nicht mehr die Stimmung im Team, die uns zu Saisonbeginn stark gemacht hat", gibt Swiridenko zu. Vor allem konnten die zwei Wochen genutzt werden, um alle Verletzungen auszukurieren. Robert Lux, Marko Hüls, Chris Alisch:"Alle sind wieder fit", sagt der Trainer. "Endlich konnten wir uns wieder einmal gezielt auf einen Gegner vorbereiten."

Das ist auch notwendig. Denn wenn der Dessau-Roßlauer HV am Sonnabend, 20 Uhr, bei der HSG Pohlheim antritt, ist ein Sieg dringend notwendig. Nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen hat die Mannschaft sich nicht nur den starken Saisonstart kaputt gemacht. Mit 10:12 Punkten ist das Team um Kapitän Christian Hoffmann auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht. Da droht Ungemach, zumal in der Woche danach Tabellenführer Rimpar in die Dessauer Anhalt-Arena kommt.

"Jeder Spieler muss mehr geben als zuletzt", fordert Swiridenko, der am Sonnabend vermutlich doch auf einen Spieler verzichten muss: Rechtsaußen Christian Schöne hat sich am Dienstag bei einem Arbeitsunfall am Daumen verletzt. "Die Wunde musste genäht werden", sagt der Trainer. "Wir müssen abwarten, wie das sich das genau entwickelt. Aber es ist die Wurfhand, die betroffen ist."

Die HSG Pohlheim war im Sommer eigentlich schon abgestiegen. Doch nach dem Rückzug der Stuttgarter Kickers war in der dritten Liga plötzlich ein Platz frei, den Pohlheim - Verlierer der Abstiegsrelegation gegen Eintracht Hagen - angeboten bekam - und annahm. Der Kader der Mannschaft wurde seither verändert: Nach den Abgängen von Marc Langenbach, Björn Hofmann, David Billek, Arne Rigterink sowie dem Verlust der drei Doppellizenzspieler vom TV Hüttenberg, Patrick Engel, Fabian Schomburg und Mario Fernandes, setzten die Pohlheimer auf Talente aus der Region und stecken nach zwei Siegen aus elf Spielen (gegen Pirna und Cottbus) wenig überraschend wieder im Abstiegskampf.

"Pohlheim macht das ähnlich wie Cottbus: Das Team ist jung, schnell und eingespielt", warnt Swiridenko vor dem Gegner, der vor allem eines kann: ohne Druck aufspielen.

Dessau-Roßlau dagegen braucht das Erfolgserlebnis, um wieder Ruhe in Mannschaft und Verein zu bekommen. Swiridenko weiß das und setzt auf eine kompakte und zugreifende 6-0-Abwehr und seine beiden Torhüter. "Auf dieser Position brauchen wir eine Steigerung. Sonst wird es auch gegen Pohlheim schwierig."

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