Vorlesen

Basketball: BC Anhalt unterliegt Halleschem SC

Uhr | Aktualisiert 27.01.2013 20:24 Uhr
BCA-Coach Mario Friedrich: «Da haben wir einfach nicht die Stärken ausgespielt.» (ARCHIVOTO: MZ) 
Von
Ein wenig ratlos wirkte Mario Friedrich schon, als er nach Spielende die Niederlage seines BC Anhalt analysieren sollte. "Wir haben 20 Minuten guten und dann 20 Minuten schlechten Basketball gezeigt", waren die ersten Worte des Dessauer Spielertrainers nach dem 69:83 im Spitzenspiel beim Halleschen SC 96.
Drucken per Mail
Halle (Saale)/MZ. 

Durch diese Niederlage tauschten beide Teams in der Tabelle die Plätze. Der BCA ist jetzt punktgleicher Dritter, Halle zog an den Dessauern vorbei auf Rang zwei. "Wir müssen jetzt aufpassen, nicht die guten Plätze zu verspielen. Wir wollen in den Play-offs nicht gleich auf den USV Halle treffen", sagt Friedrich angesichts der Dominanz des Tabellenführers, der ungeschlagen auf dem ersten Platz thront. Dahinter bringen sich mit dem HSC und dem BCA die beiden ärgsten Verfolger in Stellung, bedrängt von Börde Magdeburg und dem VfL Kalbe, die nur einen Sieg weniger haben als Halle 96 und Dessau.

Umso ärgerlicher ist die erneute Pleite des BCA gegen den HSC, wobei diese Friedrich "nicht so wehtut wie die Hinspielniederlage. Man kann beim HSC schon einmal verlieren", so der Dessauer Spielertrainer.

Natürlich kann sein Team das, es hätte aber auch gewinnen können. Danach sah es nach dem ersten Viertel auch aus. Dessau, mit zwei Mann mehr im Aufgebot, stand sicher in der Deckung, traf vorn und spielte vor allem schnell. Der HSC konnte diesem Tempo nur bedingt folgen. Lohn war eine verdiente 24:19-Führung der Dessauer. Dann kam der Bruch. Im Angriff klemmte förmlich die Säge. "Da haben wir einfach nicht die Stärken ausgespielt, die jeder hat", fand Friedrich. Halle holte auf, glich rasch aus und übernahm beim 27:26 erstmals die Führung. Diese sollte bis Spielende Bestand haben und zwischenzeitlich deutlich anwachsen (54:41). "Der HSC war einfach abgezockter als wir", konstatierte Friedrich. Der BCA seinerseits verzettelte sich im Angriff, übersah oft den besser, weil frei postierten Mitspieler und setzte zu viele Dreier-Versuche daneben. Ganz anders der HSC, bei dem manche Spieler zwar recht zeitig Angst davor bekamen, dass die Schiedsrichter das Spiel "verpfeifen" könnten, andere aber einfach ihren Job erledigten.

Beim BC Anhalt hingegen wurde deutlich, dass das Team zuletzt zu wenig am Offense-System arbeiten konnte, da nicht genügend Spieler zum Training kamen. Ein Problem, das am Sonnabend in Halle deutlich sichtbar wurde. Was sich aber bis zu den Play-offs abstellen lassen könnte.