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Fußball: SG Rot-Weiß Thalheim verteidigt Titel

Uhr | Aktualisiert 18.01.2013 23:16 Uhr

Zumeist sehr treffsicher: Die Juniorenteams der SG Rot-Weiß Thalheim holten bei der Hallenkreismeisterschaft meist den Pokal. (FOTO: HEIKO REBSCH)

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Nun ist sie Geschichte. Die Hallenkreismeisterschaft der Junioren der Vereine aus Anhalt-Bitterfeld kannte in diesem Spieljahr zumeist nur einen Sieger: die SG Rot-Weiß Thalheim.
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bitterfeld/MZ. 

Neben den Platzierungen der Nachwuchskicker, die sich schon seit dem vergangenen Jahr für die Endrunden zu qualifizieren versuchten, steht auch die eine oder andere Statistik zu Buche. "Wir tragen die Zahlen derzeit noch zusammen," sagt der eifrige Leiter des Nachwuchskreispokals, Klaus Schlitter, "aber eine übergreifende Wertungstabelle über das Abschneiden der Vereine gibt es schon." In den leistungsorientierten Altersklassen (B- bis E-Junioren) der Meisterschaft unterm Hallendach fielen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt 20 Tore mehr. Nur in der finalen Runde der B-Jugend zappelte der Ball achtmal weniger im Netz als noch im Vorjahr. Der 1.FC Bitterfeld-Wolfen konnte nur das Futsal-Turnier im C-Juniorenbereich für sich entscheiden. Damit richtete man jedoch mehr aus als bei der Hallenkreismeisterschaft 2011 / 12: dort gehörten alle Titel (B- bis E-Jugend) dem Konkurrenten aus Thalheim, der die Gesamtwertungstabelle auch in diesem Jahr dominierte. Die eindrucksvolle Überlegenheit der Mannschaft aus dem Bitterfelder Stadtteil bescherte dieser insgesamt drei Titel und zwei dritte Plätze. So stemmten die B-, D- und E-Junioren am Ende die begehrten Pokale in die Luft. Auf der Homepage prangte der Slogan: "Die einen versprechen drei Titel, die anderen holen sie."

Doch wie ist das zu erklären? Ulf Saborowski, Nachwuchstrainer der C- und D-Junioren in Thalheim, ist sich ganz sicher: "Unsere Jungs bringen von Haus aus viel Talent mit. Das sieht man selbst in den Bambini-Gruppen schon. Zudem leistet sich der Verein keine Ausrutscher, wenn es um die Besetzung der Übungsleiterstellen geht". Ein weiterer Aspekt ist, dass eben diese Trainer ihre Schützlinge oft in Duelle gegen überregionale und stärkere Mannschaften schicken. "Klar freuen sich die Jungs über einen gewonnenen Pokal in der Halle, aber für uns geht es darum, Erfahrung zu sammeln", stellt Saborowski klar. Das beste Duell, so sah es auch der Thalheimer Trainer, lieferten sich zumeist seine Rot-Weißen mit den Auswahlen des 1. FC Bitterfeld-Wolfen. "Doch dieses Jahr waren wir wirklich deutlich besser", berichtet er stolz. Dass die Konkurrenten das ausgerechnet im Futsal (C-Junioren) den Gesamtsieg davontrugen, wurmt Saborowski ein wenig: "Die Jungs hatten mit ungünstigen Spielverläufen zu kämpfen."

Doch sowohl aus Bitterfeld-Wolfen, als auch aus Thalheim war viel Lob für die diesjährige Hallenkreismeisterschaft zu hören. So gefiel den Trainern der Futsal-Modus, in dem sogar mehr Tore fielen als sonst, sehr gut. Gelobt wurde vor allem der positive Effekt auf die technische Ausbildung der Jugendlichen. Mit dem Futsal entstehen nämlich weniger Treffer durch abspringende Bälle oder Zufall. Zudem wird die Kreativität im Spielaufbau unterstützt. Mehr Tore und mehr fürs Auge also? "Auch ein knapper Anstieg der Zuschauerzahl ist zu vermelden", freut sich Klaus Schlitter.

Unter diesen waren übrigens auch Scouts des DFB und der regionalen Vereine. Offizielle Sichtungsergebnisse gibt es noch nicht, aber zumindest bei den Thalheimern kann sich der eine oder andere Kicker wohl bald freuen.

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