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Fußball: Sandersdorfer Titelverteidigung gescheitert

Uhr | Aktualisiert 18.01.2013 23:17 Uhr
Christian Schulze (zweiter von links) sorgte für einen Aufreger. (FOTO: HOLGER BÄR) 
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Titelverteidigung adé - hieß es für Union Sandersdorf im Halbfinale des Championscup. Unnötigerweise, denn Sandersdorf übertölpelte sich diesmal taktisch selbst, wollte zu viel. Zuvor sah es prächtig aus, was der Verbandsligaspitzenreiter auf den Köthener Hallenboden brachte.
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köthen/MZ. 

In der Vorrunde dominant

Die Lisiewicz- Elf dominierte analog zum 1. FC Magdeburg in der Gegenstaffel die eigene Gruppe, setzte sich mit neun Punkten und 13:2 Toren durch. Einem 6:1 gegen Edderitz ließen die Sandersdorfer kurz darauf ein gleiches Resultat gegen Askania Bernburg folgen, bevor man den Oberligisten VfL Halle 96 nach dem Merseburger Midewa-Cup (2:1) auch in der Köthener Fricke-Halle diesmal mit 1:0 bezwang. "Jetzt noch locker das Halbfinale und dann gegen den 1. FC Magdeburg", frohlockte Michael Schölzel, Geschäftsführer des Turniersponsors, der die Sandersdorfer aufgrund ihres temporeichen Spiels auf der Rechnung hatte. Die FCM- Fans hingegen machten die altehrwürdige Fricke-Halle im positiven Sinne zur Partyzone. Und auch der FCM-Cheftrainer Andreas Petersen saß inkognito im Publikum und ließ seine Assistenten werkeln. Der VfB Sangerhausen folgte den Magdeburgern ins Halbfinale, sollte auf Union treffen. Die Story des Turniers aber lieferte zuvor Germanias fliegender Torwart Christian Schulze. Hinter der Bande im Wechselbereich stehend, griff er sich überbeugend über jene Spielfeldumrandung und hielt einen vom VfB Gröbzig auf das leere Tor gespielten Ball - verhinderte damit das 0:2.

Aus im Halbfinale

Im Halbfinale drehte Union dann einen frühen Konter vom VfB Sangerhausen erst in ein 2:1, um dann allerdings nicht clever genug zu spielen. Anstelle den Ligakonkurrenten kommen zu lassen, lief man ins offene Messer, kassierte einen nächsten Konter (2:2) und verpasste schließlich vom Neunmeterpunkt das Finale.

Der Puls fiel in den Keller, sodass man zwar das kleine Finale gegen Bernburg optisch dominierte, doch auch dort unkonzentriert mit 1:2 den Kürzeren zog, obwohl man im Gruppenspiel zuvor noch mit 6:1 gegen die Diedrich-Elf gewonnen hatte. Im Finale sicherte sich der mit voller Kapelle antretende 1. FC Magdeburg aus der Regionalliga schließlich verdient den Champions-Cup. Union Sandersdorf musste zusehen. Für die Lisiewicz-Elf hieß es: Titelverteidigung adé.