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Fußball: Eine Reihe klangvoller Namen

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 22:21 Uhr
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Das U 10-Hallenmasters erlebt in diesem Jahr eine Premiere. In den kommenden Jahren soll es etabliert und noch größer werden.
sandersdorf/MZ. 

Der große Nachwuchsfußball gastierte in den Jahren von 1995 bis 2009 fünfzehn Jahre hintereinander in Sandersdorf. Da trug der Nordostdeutsche Fußballverband seine C-Juniorenmeisterschaften zuerst in der Mehrzweckhalle und später dann in der neu gestalteten Ballsporthalle aus. Tennis Borussia Berlin hieß 1995 der erste in Sandersdorf gekürte Hallenmeister. Viele große Namen folgten.

Aus vielen Talenten wurden bekannte Profis. Mit Ashkan Dejagah vom FC Fulham, dem bei Mainz 05 unter Vertrag stehenden Malik Fatih oder dem Gladbacher Verteidiger Tony Jantschke sind es drei unter vielen, welche bereits einst auf dem Sandersdorfer Hallenboden um den Nordostmeister spielten. Jantschke gewann den Meistertitel in Sandersdorf im Jahr 2005 mit dem FV Dresden Nord.

Am 17. Februar ab 10 Uhr ist es nun wieder soweit. Der Fußballnachwuchs namhafter Vereine wird sich beim 1. U10 Hallenmasters mit insgesamt sechzehn Mannschaften dem Publikum der Region präsentieren. Was in Dessau der Allianz-Cup bereits über Jahre erfolgreich gestaltet, möchten die Sandersdorfer in annähernder Form und eigenem Modus in Zukunft im Sport- und Freizeitzentrum etablieren. Für die Premiere hat man ordentlich rangeklotzt und bereits eine Reihe gut klingender Namen gewinnen können. "Die Idee entstand beim letztjährigen Sommercamp der Mitteldeutschen Fußballschule hier auf unserem Kunstrasen. Deren Leiter Mario Beyer trainiert gleichzeitig die E-Junioren von RB Leipzig, sah unsere Voraussetzungen und brachte den Gedanken ins Spiel", so Roland Seifert.

Sandersdorfs Nachwuchsleiter und dessen Trainergilde hatten dafür natürlich sofort ein offenes Ohr. "Nur war die Zeit zu kurz, um die ganz Großen - sprich den Erstbundesliganachwuchs - hier für 2013 nach Sandersdorf zu holen. Die hatten bereits alle Termine verplant und anderweitig zugesagt", so Seifert, der jedoch mit Beyer gemeinsam die Fühler für 2014 bereits kräftig ausgestreckt hat. In Sandersdorf will man die Mini-Bundesligamannschaften künftig in deren Originaltrikots sehen, so wie bereits über Jahre in Dessau.

Dazu hat man mit Logoteam und und der Generalagentur Wießner zwei potente Sponsoren und mit der Stadt Sandersdorf-Brehna, explizit deren Bürgermeister Andy Grabner, genau den richtigen Schirmherren für die Veranstaltung gefunden. "Drei ordnende Beratungen aller Beteiligten fanden bislang statt, die Planungen und Vorbereitungen sind weitestgehend erfolgreich abgeschlossen", schaut Seifert erwartungsvoll auf den näher rückenden Termin. "Ohne Mario Beyer und seine Kontakte hätten wir keine Chance gehabt, gleich zum ersten Anlauf Vereine wie Hansa Rostock, Erzgebirge Aue oder auch das Leistungszentrum des 1. SC Feucht aus dem Nürnberger Land herzubekommen", weiß Seifert die Verbindung zur Mitteldeutschen Fußballschule zu schätzen. "Mit dem HFC, Magdeburg und auch RB Leipzig sind es schon gute Teams und der Bezug dabei schon leicht regional. Rot-Weiß Thalheim und unsere Unioner tragen die Fahne des Territoriums", hofft der Nachwuchsleiter des Gastgebers auf eine kleine Chance der beiden Lokalmatadoren in der Gruppenphase.

Die vier Quartette wurden im Büro des Union-Nachwuchses gemeinsam im Gremium ausgelost. Gespielt wird in beiden Sporthallen parallel. Die beiden Gruppenersten ziehen in die finale Champions League um die Ränge eins bis acht, die Gruppenplätze drei und vier kicken in der Euro League um die Ränge neun bis sechzehn. "Die Rostocker schlafen bei Gasteltern. Bis hin zum Mittagstisch für alle Mannschaften sowie den Vip- Bereich für die Ehrengäste ist alles organisiert", sagt Seifert.

Auf einen freut man sich dann doch besonders. Wenn der Gladbacher Tony Jantschke mit dem FV Dresden Nord einst hier die Nordostkrone gewann, so kommt mit dem ehemaligen Sandersdorfer Kapitän Torsten Heyer eines der ehemals größten heimischen Talente heute als Trainer mit seinem SC Borea Dresden als Folgeverein des einst insolvent gegangenen FV Dresden Nord zurück in die alte Heimat. Der Kreis im Fußball schließt sich praktisch immer wieder.

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