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Fußball: Anspruch auf den Titel

Uhr | Aktualisiert 18.01.2013 23:18 Uhr

Zwei Fußballer kämpfen auf dem Parkett einer Sporthalle um den Ball. (FOTO: REBSCH/ARCHIV)

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Die C-Jugend der SG Union Sandersdorf möchte die Hallenkreismeisterschaft gewinnen. Doch auch andere Teams haben Ambitionen.
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bitterfeld-Wolfen/MZ. 

Fußballmannschaften, die auf dem Rasenplatz erfolgreich sind, sind dies nicht automatisch auch in der Halle. Diese Alltagserkenntnis gilt oftmals bei den Turnieren in der kalten Jahreszeit.

Nicht so bei Union Sandersdorf. Die Kicker, deren erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga den ersten Tabellenplatz belegen, räumten kürzlich auch das Edelmetall in der Halle ab. Keine geringeren Ziele hat da der eigene Nachwuchs. "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die Hallenkreismeisterschaft zu gewinnen", sagt Udo Schellschmidt - Co-Trainer der Sandersdorfer C-Junioren. Seine Schützlinge belegten am vergangenen Wochenende in der Vorrunde (Staffel B) den zweiten Platz hinter dem 1. FC Bitterfeld-Wolfen, der die Gruppe ohne Punktverlust und mit nur zwei kassierten Gegentoren dominierte. Das direkte Duell, welches mit 4:0 an die Fußballer aus Bitterfeld und Wolfen ging, schätzt Schellschmidt nicht als großen Nachteil ein: "Im Hallenfußball kommt es auf die Tagesform an. Wir sind für die Endrunde qualifiziert und wollen diese auch gewinnen." Als ärgste Konkurrenten sieht der Assistenz-Trainer dabei vor allem eben jene Bitterfelder, Thalheim und Germania Köthen. Das große Ziel des Union-Nachwuchses ist jedoch nicht nur, den Pokal am Wochenende in die Höhe zu stemmen, sondern auch die damit verbundene Teilnahme an der Landesmeisterschaft im Hallenfußball. Dass das gesamte Turnier im Futsal-Modus gespielt wird, also ohne Banden und einem sprungreduzierten Spielgerät, sieht man in Sandersdorf eher gelassen. "Sicher haben technisch schwächere Teams dadurch Vorteile, aber wir können unsere Fähigkeiten abrufen - egal mit welchem Ball", so Schellschmidt.

Dies stellten die Sandersdorfer durch ihr Kurzpassspiel auch unter Beweis. Vor einer erneuten Niederlage gegen den 1.FC Bitterfeld-Wolfen, wie in der Vorrunde, scheint man bei Union keine große Angst zu haben. "Beim 0:4 haben wir nicht abgerufen, was wir eigentlich können", so Udo Schellschmidt. Im Turnierverlauf profitierte dessen Mannschaft folglich davon, dass Wiedergutmachung in den zahlreichen Spielen möglich war. Nicht mehr möglich ist die Teilnahme an der Endrunde für die zweite C-Juniorenmannschaft der Unioner. Diese konnte im Vergleich zu den Schellschmidt-Schützlingen kein Spiel in der Staffel A gewinnen und landete nur auf dem letzten Platz. Sicher jedoch werden die Fußballer ihren Vereinskollegen in der Endrunde die Daumen drücken. Bei den F-Junioren holten sich die Kleinsten von der SG Reppichau den Titel des Hallenkreismeisters.

Wie bei allen Endrunden wurde der Modus "jeder gegen jeden" gespielt. Das letzte Turnierspiel bestritt die SG Reppichau gegen die erste Mannschaft des CfC Germania Köthen. Die Ausgangslage war für für beide Mannschaften ähnlich: Mit einem Sieg und den damit verbundenen drei Punkten konnten sowohl die Köthener (9 Punkte), als auch die SG Reppichau (10 Punkte) den Gesamtsieg erringen. Allerdings weist der Hallenfußball in diesem Fall gewisse Unterschiede auf, die Frank Bense, Nachwuchsleiter des CfC, nach dem Wettbewerb erklärte: "Die F-Junioren werden in der Halle nur herangeführt. Dass um den Pokal geht, wissen viele von ihnen noch nicht." Reppichau weiß es jetzt allerdings schon, denn die Nachwuchsfußballer in den schwarzen Trikots setzten sich mit 2:1 gegen den CfC Germania durch.