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Basketball: Trotz Niederlage vierten Platz gesichert

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 21:10 Uhr
Ralph Schirmer (links, hier bei einem Heimspiel) hatte einen schweren Stand in Wulfen. (FOTO: FOX) 
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Die BSW Sixers kassieren in Wulfen die dritte Auswärtsniederlage in Folge. Da jedoch auch die Konkurrenz verliert, verbleibt das Team auf Platz vier.
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sandersdorf/MZ. 

Zu einem gewissen Prozentsatz spielt sich Sport auch immer im Kopf ab. Erfolgserlebnisse können beflügeln, Niederlagen hemmen. "Das darf jetzt nur nicht in die Köpfe der Spieler rein", sagte Stephen Arigbabu. Was der Trainer der BSW Sixers damit meint, liegt auf der Hand. Beim 79:95 in Wulfen hat seine Mannschaft zum dritten Mal in Folge auswärts verloren, zum dritten Mal in Folge weit über 90 gegnerische Punkte kassiert. Schnell gerät man da in einen Abwärtsstrudel, aus dem man sich erst einmal wieder herauskämpfen muss.

Siege in Heimspielen scheinen der Mannschaft jedenfalls im Moment dabei nicht zu helfen. Vier Siege in vier Spielen vor heimischem Publikum sind eine perfekte Bilanz, vier Niederlagen in fünf Auswärtsauftritten dagegen alles andere als berauschend. "Zu Hause hätten wir das Spiel gewonnen", sagt Stephen Arigbabu, wenn er auf den letzten Auftritt seiner Mannschaft in Wulfen zurückblickt. Die habe dort genau gewusst, was gegen den Gegner zu tun ist, doch stand nach zehn Minuten ein deutlicher 12:26-Rückstand. Zu erklären ist so etwas im Basketball nicht immer. Dennoch hat der Sixers-Trainer natürlich schnell Ursachenforschung betrieben und kam zu folgender Erkenntnis: "Wulfen hatte keine Lösung gegen unsere Zonenverteidigung, hat aber getroffen."

Also kein Vorwurf an die eigene Mannschaft. Die habe gut verteidigt, keine einfachen Würfe zugelassen. Doch selbst unter Bedrängnis erzielten die beiden US-Amerikaner Anthony Young und Antonio Houston jeweils acht Punkte im ersten Viertel. Während Ersterer nur noch sieben Zähler im weiteren Spielverlauf drauf packte, standen bei Houston am Ende 37 Punkte und das Prädikat Spieler der Partie. "Er hat sehr hochprozentig getroffen", sagte Heimo Förster, "aber ich will das nicht als abwertend zu verstehen wissen. Er kann so spielen." Hatte der Wulfener Trainer seine Freude an seinem Flügelspieler, so fehlte Stephen Arigbabu gegen diesen da richtige Gegenmittel. Mit lediglich acht Spielern angereist, machten sich aber auch die Foulprobleme von Jeremie Simmons deutlich bemerkbar. Zwei Fouls nach fünf Minuten brachten dem Aufbauspieler recht schnell den Platz auf der Bank. Ein Dreier von ihm sowie zehn Punkte von Kapitän Sascha Ahnsehl brachten die Sixers im zweiten Abschnitt noch einmal auf 30:36 heran. Nur ein kurzes Aufflackern, wie sich wenig später herausstellen sollte. "Wir haben uns mehrfach wieder rangekämpft, aber die Körpersprache war schlecht", so Arigbabu. Die am Ende deutliche Niederlage die Quittung dafür. Doch was machen? "Auswärts lähmt uns etwas", sagt der Sixers-Trainer, "wir müssen schauen, woran das liegt." Eine mögliche Erklärung dafür hatte ausgerechnet Wulfens Trainer: "Wir haben es Spielern wie Ralph Schirmer und Tom Lipke sehr schwer gemacht. Die Sixers haben immer eine weite Anreise", so Heimo Förster, "das ist nicht so einfach. Das Ergebnis spiegelt jedenfalls nicht die Arbeit von Stephen wider."

Den schätzt Förster sehr, kennt ihn noch aus Spielerzeiten in der 1. Bundesliga. Doch geht es jetzt um Punkte in der Pro B. Und dort wird Stephen Arigbabu weiter Ursachenforschung betreiben, um die Auswärtsschwäche abzustellen.

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