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Basketball: Sixers verlieren im Ruhrpott

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 18:35 Uhr

Ein heiß umkämpfter Basketball unter dem Korb.

(BILD: dpa/archiv)
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Auch im fünften Auswärtsspiel im Ruhrgebiet ist für die BSW Sixers nichts zu holen. Gegen Recklinghausen unterliegen sie mit 82:87.
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sandersdorf/MZ. 

Die Spiele im Ruhrgebiet werden sicherlich in der Saisonchronik der BSW Sixers den geringsten Platz bekommen. Fünf Mal war das Team von Stephen Arigbabu dorthin gereist, fünf Mal musste es sich als Verlierer auf die lange Heimreise machen. Egal ob Dorsten, Herten, Wulfen, Schwelm oder Recklinghausen - Siege feierten immer die Gastgeber. "Wir sind froh, dass wir jetzt gegen alle noch Heimspiele haben", sagte Sixers-Trainer Arigbabu. Und doch hätte die Negativserie in Recklinghausen reißen können. Wenn, ja wenn Mathias Haut sich nicht drei Tage vor dem Spiel mit einer Grippe abgemeldet hätte. Wenn das Spiel drei Minuten früher zu Ende gewesen wäre. Wenn die Mannschaft zum Ende weniger Fehler gemacht hätte.

"Da kommt dann alles zusammen", so Arigbabu, "man nennt das eine Ergebniskrise." Eigentlich hat der Trainer der BSW Sixers seit dieser Woche alle Puzzleteile zusammen: Mathias Haut gehört nach seinem Auslandsaufenthalt wieder zur Mannschaft, mit Nate Gerwig gab es am Donnerstag die erwünschte Verstärkung unter dem Korb. Doch wie bei einem richtigen Puzzle müssen auch in einer Basketballmannschaft erst einmal alle Teile passen, damit das richtige Gesamtbild entsteht. Auf dem Tisch verteilt sind die Teile, jetzt gilt es sie zusammensetzen. Blöd nur, dass Mathias Haut dann prompt passen musste.

Dafür konnte Nate Gerwig gleich einmal eine positive Duftmarke im Trikot der Sixers setzen: Der Center erzielte in 24 Minuten 15 Punkte und holte sechs Rebounds. "Nate ist ein erfahrener Spieler, der eine tolle Präsenz unter dem Korb hat. Der weiß, was er macht", erzählt Tom Lipke.

Der war indes nicht ganz mit seinem Auftritt und seinen sechs Punkten in Recklinghausen zufrieden. "Das ist natürlich nicht das, was ich will", so Lipke selbstkritisch, "aber so lange wir gewinnen, ist es mir egal, wie viele Punkte ich mache." Doch zu einem Sieg sollte es beim Aufsteiger nicht reichen. Trennten beide Teams im ersten Aufeinandertreffen streckenweise Welten, so begegneten sie sich diesmal auf Augenhöhe. Ausgeglichen verliefen die ersten drei Viertel - durchzogen von kurzzeitigen Schwankungen in beide Richtungen. Drei Minuten vor Schluss waren es aber die Sixers, die bei einer 77:75-Führung die etwas besseren Chancen auf den Sieg hatten. "Man hat die letzten Spiele dann etwas im Hinterkopf", sagt Tom Lipke.

Die Folge waren Ballverluste, Offensivfouls, vergebene Freiwürfe auf Seiten der Sixers und ein 9:0-Lauf der Baskets aus Recklinghausen - die Entscheidung. Daran änderten auch die fünf Punkte von Jeremie Simmons nichts. Die Sixers kamen zwar noch einmal auf 82:84 heran, doch sollten das auch die letzten Punkte im Ruhrgebiet sein. Recklinghausen legte noch einmal drei Zähler drauf, ging schlussendlich als 87:82-Sieger vom Feld und zog in der Tabelle an den Sixers vorbei. Die sind plötzlich als Achter gerade so noch auf einem Play-off-Platz. Doch schreckt das Tom Lipke nicht ab: "Wir müssen jetzt gegen Wedel gewinnen und dann ist die Weihnachtspause ganz wichtig."

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