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Basketball: Sixers reisen zum Tabellenletzten

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 22:20 Uhr

Ob Kapitän Sascha Ahnsehl spielen kann, ist noch ungewiss. (FOTO: FOX)

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Die Sixers reisen am Sonntag zum Tabellenletzten RSV Stahnsdorf. Die Verletzungssorgen der Sandersdorfer lassen jedoch keine Favoritenrolle zu.
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sandersdorf/MZ. 

Es ist nicht die längste aller Auswärtsfahrten, die das Pro B-Team der BSW Sixers am Sonntagnachmittag in Angriff nehmen wird. Knappe 130 Kilometer sind zu fahren, um das Auswärtsspiel beim RSV Stahnsdorf auf dem Kleinmachnower Seeberg in Angriff zu nehmen. Der RSV ist das Tabellenschlusslicht der Liga, steht aus diesem und einigen anderen Gründen auch mit dem Rücken zur Wand.

Mögliche Verletzungssorgen

Die Sixers, die nach dem zuletzt sehr erfolgreichen Wochenende mit einem Erfolgserlebnis im Hinterkopf anreisen können, könnten dennoch den einen oder anderen Ausfall zu beklagen haben. Die Scharfschützen Sascha Ahnsehl und Jermie Simmons waren während der Partie gegen die Hertener Löwen umgeknickt und beklagen seither beide Bänderverletzungen. Hinter dem Einsatz des Mannschaftskapitäns und des Top-Scorers stehen noch jeweils Fragezeichen - dennoch ist er nicht ausgeschlossen.

Zwangsweise ausgeschlossen vom Training waren Matthias Haut und Jan Ramm, die beide das Krankenbett hüten mussten. Ihr Co-Trainer Nándor Kovács ist sich sicher, dass nicht nur auf Grund der personell noch nicht geklärten Lage ein schweres Auswärtsspiel ansteht: "Wenn man in dieser Liga einen Gegner nicht ernst nimmt, kann man von jedem geschlagen werden", meint er vorsichtig. Dass die Stahnsdorfer die besser platzierten Sixers ernst nehmen, davon ist jedenfalls auszugehen.

Zwar verloren die Brandenburger vier ihrer fünf Rückrundenpartien, konnten aber am letzten Spieltag fast eine Sensation gegen den Sixers-Bezwinger Oldenburger TB herbeiführen. "Ich habe das Spiel gesehen", meint Nándor Kovács, "die Stahnsdorfer hatten praktisch mit einer Sieben-Mann-Rotation sogar eine Siegchance." Bei der knappen 70:73-Niederlage wurden die Stahnsdorfer von ihren beiden US-Amerikanern Trevon Malone (22 Punkte) und Blair Scott Wheadon (23 Punkte) getragen. Für die Mannschaft, die sonst nur aus deutschen Spielern besteht, ist das Spiel am Wochenende der Auftakt zu einem echten Heimspielmarathon. Den möchte die Mannschaft von Trainer Kai Buchmann nutzen, um sich doch noch vom letzten Tabellenplatz zum sicheren Klassenerhalt zu werfen. "Jedes noch ausbleibende Saisonspiel ist für uns überlebenswichtig. Jeder Sieg wäre wichtig für unser Punktekonto, sowie natürlich auch für das Selbstbewusstsein", äußerte der RSV-Coach im Vorfeld.

Keine Pflichtaufgabe

Dass am Sonntagabend eine Pflichtaufgabe für die Sandersdorfer wartet, davon möchte man bei den Sixers nichts wissen. "Ich halte nicht viel von solchen Erwartungshaltungen", stellt Assistenztrainer Kovács klar, "Stahnsdorf war schon immer eine sehr unangenehme Aufgabe und wir möchten nicht noch einmal in dieser Saison den Fehler machen, einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen."

Abzuwarten ist, mit welcher Rotation gegen Stahnsdorf gearbeitet werden kann. Ob die Verletzten und Erkrankten spielen können, wird erst kurz vor dem Spiel entschieden. "Wir sind froh, dass wir erst am Sonntagabend spielen. Das bedeutet mehr Zeit zum auskurieren für die Jungs", schätzte Team-Manager Maik Leuschner die momentane Lage ein. Sollte es zu vielen Ausfällen kommen, würden die NBBL-Spieler Roland Winterstein und Henry Volkert mit mehr Einsatzzeit zu rechnen haben. Schulter an Schulter mit den erfahreneren Teamkollegen wird dann um Punkte gekämpft. "Und wenn wir den Kampf dort annehmen", ist sich Nándor Kovács sicher, "gewinnen wir das Ding auch."

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