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Basketball-Pro B: Treffen der Deutschen Meister in Wulfen

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 20:58 Uhr
Jeremie Simmons (am Ball) zeigte zuletzt starke Leistungen für die BSW Sixers. (FOTO: RENÉ FOX) 
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Beim Duell zwischen den Baskets Wulfen und den BSW Sixers kommt es zu einem Wiedersehen zwischen Heimo Förster und Stephen Arigbabu.
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sandersdorf/MZ. 

Heimo Förster hat in seiner Karriere als Spieler auf nationaler Ebene alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Neun Mal wurde er mit Bayer Leverkusen Deutscher Meister, sechs Pokalsiege konnte er feiern. Das Ende des Serienmeisters leitete dann die Mannschaft von Alba Berlin ein, die 1997 zum ersten Mal den deutschen Thron betrat. Schon ein Jahr zuvor konnte Förster mit Leverkusen nicht den Pokal gewinnen, der ging an Ulm. Beide Titel heimste Stephen Arigbabu ein. Während Förster seine Spielerkarriere beendet, sollte die von Arigbabu erst richtig beginnen. Beide kennen sich sehr gut, auch wenn sie sich nur in wenigen Spielen auf dem Feld gegenüberstanden. Heimo Förster schlug die Karriere als Trainer ein und wäre dort fast wieder auf Stephen Arigbabu getroffen. "Ich hätte ihn damals gerne verpflichtet", sagt Förster, "ich mag ihn und seine Spielweise sehr."

Mittlerweile ist auch der auf der Trainerbank gelandet, am Samstag werden sie sich mit ihren Teams im direkten Duell gegenüberstehen. Förster betreut seit dieser Saison das Pro-B-Team in Wulfen, Arigbabu ist Coach bei den Sixers. Die Freude auf das Wiedersehen ist bei beiden sehr groß, auch wenn natürlich auch diesmal nur einer als Sieger vom Feld gehen kann. Försters Respekt ist groß: "Das, was er als Spieler richtig gut konnte, hat er immer abgerufen", sagt der Wulfener Trainer, "die Spieler können viel von ihm lernen."

Standen sie sich früher in der 1. Bundesliga gegenüber und kämpften um Titel, so ist die Situation in der 2. Bundesliga Pro B eine andere. Während der Sixers-Trainer bereits in der vergangenen Saison mit seinem Team in der Südstaffel aktiv war, betrat Förster vor der Saison in Wulfen Neuland. Zuvor betreute er in Grevenbroich einen Erstregionalligisten. "In der Pro B steckt schon eine Menge Basketball", sagt Förster nach acht absolvierten Partien mit seinem Team, "es gibt dort gute Amerikaner und junge deutsche Spieler." Gerade für die deutschen Talente sei die Liga eine gute Möglichkeit, um sich in den höheren Ligen zu etablieren.

Das ist ihm mit seinem Team noch nicht gelungen. Erst zwei Siege konnte Wulfen einfahren. Grund zur Panik besteht dennoch nicht: "Wir sind noch nicht erfolgreich, aber es ist eng", so Förster. Genau darin wird er auch die Chance gegen die Sixers sehen: "Wir müssen die Sachen, die wir zuletzt nicht erfolgreich gemacht haben, verbessern." Genau diese Einschätzung trifft auch auf die BSW Sixers zu.

Die offenbarten vor allem in der Defensive zu viele Löcher und gestatteten den Gegnern zu viele Punkte. "Wir müssen über die Defensive das Spiel gewinnen", fordert Stephen Arigbabu von seinem Team, "ich möchte mich nicht darauf einlassen, dass wir in einen hohen Punktebereich kommen." Dort sieht der Sixers-Trainer einen Vorteil für die Wulfener, deren Spiel eher auf die Offensive konzipiert ist. Doch zeigten gerade in diesem Bereich die beiden US-Amerikaner Paul Harrison und Jeremie Simmons ansteigende Form. Während Harrison nach zuvor eher durchwachseneren Leistungen 18 Zähler auflegte, legt Simmons über die Saison gesehen genau diese 18 Punkte im Schnitt auf. Sollten er und der Rest des Teams daran anknüpfen können, dürfte Stephen Arigbabu auch diesmal der Sieger im Duell mit Heimo Förster sein.

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