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Handball: Anhalt trifft auf GSV Eintracht Baunatal

Uhr | Aktualisiert 23.11.2012 18:51 Uhr

Es kommt nicht oft vor, dass Bernburgs Abwehrchef Andreas Steinbrink im Angriff auftaucht und zum Abschluss kommt. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

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Samstagnachmittag werden die Bernburger Handballer in der Bruno-Hinz-Halle eintrudeln, schnell noch gemeinsam eine Tasse Kaffee trinken und sich dann auf das Duell gegen den GSV Eintracht Baunatal einstimmen. Dieses Ritual hat den Schwarz-Gelben in dieser Saison fast immer Glück gebracht.
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bernburg/MZ. 

Heute Nachmittag kurz vor 15 Uhr werden die Bernburger Handballer in der Bruno-Hinz-Halle eintrudeln, schnell noch gemeinsam eine Tasse Kaffee trinken und sich dann auf das Duell gegen den GSV Eintracht Baunatal einstimmen, das um 16.30 Uhr angepfiffen wird. Dieses Ritual hat den Schwarz-Gelben in dieser Saison zumeist Glück gebracht, denn nur die Heimpremiere gegen den Aufstiegskandidaten HSC Coburg ging daneben. Aus den folgenden fünf Heimspielen holten die Saalestädter neun Punkte. Seit nun schon acht Begegnungen haben die Schwarz-Gelben das Wort "Niederlage" aus ihrem Vokabular gestrichen.

Wenn es nach Christian Pöhler geht, soll dies auch noch eine Weile so bleiben, obwohl die Bernburger gegen Baunatal nie gut ausgesehen haben. "Diese Statistik ist mir völlig egal. Ich schaue nicht zurück, sondern nur auf unsere Saison. Und da gab es bisher nur wenige Mannschaften, die uns an den Rand einer Niederlage gebracht haben. Wir wollen unsere Erfolgsserie fortsetzen und unseren Fans wieder so ein Spektakel bieten wie beim 33:25-Erfolg gegen Münden", erklärte der Bernburger Coach.

Während der SV Anhalt derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmt, kamen die Baunataler in diesem Spieljahr noch nicht so richtig in Tritt, obwohl sich das Gesicht der Mannschaft in der Sommerpause kaum verändert hat. Für den fehlenden Erfolg gibt es mehrere Gründe. Die Baunataler haben drei Partien nur mit einem Tor Differenz verloren, zuletzt am vergangenen Wochenende bei der unglücklichen 33:34-Niederlage gegen die Reserve des SC Magdeburg. Dann trat Trainer Reiner Wagner, dessen Schwager auf tragische Weise ums Leben kam, aus privaten Gründen zurück. Ralf Horstmann trat vor einem Monat die Nachfolge von Wagner an. So reisen die Hessen heute als Dreizehnter in die Saalestadt mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den derzeit der ESV Lok Pirna einnimmt.

"Baunatal ist kein einfacher Gegner. Die Eintracht verfügt über eine gewisse Qualität und steht zu Unrecht dort unten drin", warnt Pöhler davor, den angeschlagenen Kontrahenten zu unterschätzen und stößt damit bei seinen Spielern auf offene Ohren. "Wir wissen schon, dass wir vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Baunatal ist weitaus besser, als es der momentane Tabellenplatz aussagt. Allerdings haben wir gegen die Hessen noch einiges gutzumachen und wollen diesen Gegner endlich zum ersten Mal bezwingen", sagte Regisseur Martin Wartmann. Dazu müssen die Gastgeber in erster Linie die wurfgewaltigen Rückraumspieler Phil Räbiger und Paul Gbur in den Griff bekommen und beim Abschluss konzentriert agieren. Christian Gumula und Constantin Paar gehören zu den besten Torhütergespannen der dritten Liga Ost und haben in der Vergangenheit die Bernburger Schützen schon mehrfach zur Verzeiflung gebracht.

"Wir haben in dieser Saison schon gegen mehrere Teams gepunktet, gegen die wir in den Jahren zuvor schlecht ausgesehen haben. Jetzt ist Baunatal dran", ist Pöhler optimistisch.

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