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Handball: Angespannte Personalsituation bei SV Anhalt Bernburg

Uhr | Aktualisiert 10.01.2013 20:41 Uhr

Tobias Rindert will trotz seiner Verletzung auf die Zähne beißen. (FOTO: E. PÜLICHER)

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Vorhang auf zur Heimpremiere 2013: Samstag, 16.30 Uhr, werden die Fans des SV Anhalt Bernburg wieder in die Bruno-Hinz-Halle pilgern. Sie hoffen auf einen Heimsieg ihrer Mannschaft im Duell gegen den ESV Lok Pirna.
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bernburg/MZ. 

Vorhang auf zur Heimpremiere 2013: Samstag, 16.30 Uhr, werden die Fans des SV Anhalt Bernburg wieder in die Bruno-Hinz-Halle pilgern. Sie hoffen auf spannende Unterhaltung und natürlich vor allem auf einen Heimsieg ihrer Mannschaft im Duell gegen den ESV Lok Pirna.

Einen Start nach Maß erwartet auch Christian Pöhler. "Wir wollen uns so schnell wie möglich die Punkte zurückholen, die wir am Ende der Hinrunde etwas leichtfertig verschenkt haben", erklärte der Bernburger Coach. Die Formkurve der Schwarz-Gelben zeigte in den letzten beiden Begegnungen nach unten. Gegen Spitzenreiter DJK Rimpar gingen die Saalestädter mit 29:36 unter und standen nach gutem Beginn auch beim Derby bei der Reserve des SC Magdeburg (24:28) mit leeren Händen da.

Außerdem hat sich der Kader zum Jahreswechsel erheblich gelichtet. Ronny Liesche hat in Magdeburg seine letzte Partie im Bernburger Dress bestritten. Der japanische Linkshänder Tatsuya Ogano stand im Derby am 14. Dezember schon gar nicht mehr im Kader, weil er zwei Tage später sein Debüt beim Zweitligisten SC DHfK Leipzig feierte. Die Sachsen haben nach ihrer anhaltenden Misserfolgsserie ihre Mannschaft umgekrempelt.

So hat Trainer Uwe Jungandreas unter anderem Steve Baumgärtel aussortiert und für den ehemaligen Dessauer den in Bernburg geparkten Ogano angefordert. Sven Petersohn hat aus beruflichen Gründen um Auflösung seines Vertrages gebeten. Zumindest bis zum Samstag wird die sportliche Leitung des SV Anhalt keinen Neuzugang präsentieren, der die entstandenen Lücken schließen könnte.

Diese dünne Personaldecke macht die erste Aufgabe im neuen Jahr keinesfalls einfacher, zumal Kreisläufer Tobias Rindert (Knieverletzung) angeschlagen ist und Enrico Lampe wegen einer Angina auf keinen Fall im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird. Der Linksaußen ist diese Woche noch krank geschrieben. "Wir sind gut vorbereitet. Wir haben einen kleinen, aber feinen Kader. Die Jungs sind heiß auf den Start und in der Lage, Pirna zu bezwingen", ist Pöhler von den Fähigkeiten seiner verbliebenen neun Feldspieler überzeugt und hat seine Schützlinge zwischen den Feiertagen intensiv auf die komplizierte Rückrunde vorbereitet.

Die Mannen um Kapitän Martin Wartmann haben vom 27. bis 29. Dezember trainiert und die erste Einheit im neuen Jahr am 2. Januar absolviert. Sogar am Dreikönigstag schwitzten die Bernburger Handballer bei einem gemeinsamen Training mit den Spielern der SCM-Reserve in der Hermann-Gieseler-Halle. "Wir haben vor allem im athletischen Bereich gearbeitet und werden diesen Monat noch dazu nutzen, um ein paar Dinge aufzuarbeiten", sagte Pöhler.

Kraft und Kondition benötigen die Anhalt-Handballer, um gegen Lok 60 Minuten lang Dampf auf dem Kessel zu haben. Die Sachsen haben eine ziemlich verkorkste Hinrunde noch versöhnlich abgeschlossen und mit zwei Erfolgen beim starken Aufsteiger SV Auerbach (24:23) und gegen den Tabellenzweiten HSC Coburg (27:25) die Abstiegsplätze verlassen.

Der SV Anhalt hat die Hinrunde zwar auf dem sechsten Platz abgeschlossen, doch der Klassenerhalt ist noch lange nicht in Sack und Tüten. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur fünf Punkte, auf den Tabellenzwölften Pirna gar nur vier Zähler. Bei dem schweren Auftaktprogramm mit Gastspielen beim HSC Coburg und in Bad Neustadt sowie der Heimpartie am 26. Januar gegen Auerbach benötigen die Schwarz-Gelben gegen Lok schon einen vollen Erfolg, um entspannt die nächsten Aufgaben bestreiten zu können.

Im Hinspiel in Pirna haben die Bernburger trotz eines 19:24-Rückstandes noch ein 27:27-Unentschieden erkämpft - ohne Tatsuya Ogano, Ronny Liesche und Sven Petersohn.