Energie
Russisch-ukrainischer Gaskonflikt kocht hoch
erstellt 06.02.12, 10:14h
KIEW/MOSKAU/DAPD. Mitten im arktischen Winter kocht der
Gas-Streit zwischen der Ukraine und Russland erneut hoch. Der
stellvertretende Chef des russischen Versorgers Gazprom, Andrei
Kruglow, warf dem Nachbarland vor, in der vergangenen Woche den
Pipelines mehr Gas entnommen zu haben als vertraglich vorgesehen.
Das berichtete die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am Montag.
Vorgesehen sei ein täglicher Verbrauch von 135 Millionen
Kubikmetern. Entnommen worden seien 150 bis 170 Millionen, erklärte
Kruglow.
Indirekt betroffen waren davon auch acht Staaten der Europäischen Union, darunter Deutschland. Sie erhielten Ende vergangener Woche weniger Gas aus Russland als vorgesehen. Inzwischen habe sich der Gasfluss in den Westen wieder normalisiert, berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria-Novosti. Eine unabhängige Bestätigung dafür, dass für den Druckabfall in den Transitpipelines Gasentnahmen in der Ukraine verantwortlich waren, gab es nicht.
Die ukrainische Seite wies alle Vorwürfe zurück. Moskau und Kiew verhandeln seit Monaten über einen neuen Gasvertrag. Die Ukraine möchte dabei nicht nur den Preis reduzieren, sondern auch die garantierte Abnahmemenge.



























