Badminton
Zeitzer Verein blüht auf

Badminton war früher eine Hochburg in der Elsterregion. Zuerst wurde dieser Sport bei Stahl Rasberg betrieben. Gute Ergebnisse machten den damaligen Verein zu DDR-Zeiten weit über die Bezirksgrenzen bekannt. Kurt Grießbach war der Mann, der diese Sportart in der Elsterregion ins Leben rief. Dann spielten die "Federballer" unter dem Vereinsnamen-Blau-Weiß Bergisdorf. Karl-Heinz Winkler lenkte damals die Geschicke als Vorsitzender, bevor man im geeinten Deutschland den BSV Zeitz gründete. Viele, die früher in Rasberg oder Bergisdorf Erfolge einfuhren, sind heute noch oder wieder dabei. Mitunter stehen Familien vereint auf dem Trainingsparkett. Gudrun Ruppel ist mit 63 eine der ältesten Spierinnen. Leonie Sophie mit elf Jahren die jüngste Aktive. "Zu Führungsspielerinnen gehören Carolin und Susanne Thieme. "Susanne laboriert an einer Bänderverletzung und hofft bald wieder richtig angreifen zu können", sagt der 57-Jährige Potuzak. Auch Pamela Fleischer und Annett Böttcher sind Stützen des Vereins.
Peter Truhm gehörte in DDR-Zeiten zu einen der erfolgreichsten Spieler aus der Region. Gemeinsam mit Potuzak wurde er damals Bezirksmeister im Doppel und beide nahmen an Vorrundenspielen zur DDR-Meisterschaft teil. Auch aus beruflichen Gründen hörte er Mitte der 80er Jahre mit dem Badmintonsport auf. Als er vor fast drei Jahren bei einem Turnier des BSV zuschaute, kehrten die Erinnerungen an schöne sportliche Zeiten bei ihm zurück. "Es kribbelte in den Fingern", sagte er und war von dieser Zeit an wieder ein aktiver Spieler. Inzwischen stehen Frau und Tochter beim Spiel mit dem Kunststoffball in der Trainingshalle an seiner Seite. "Wir sind ein Familienverein", bemerkt zufrieden Potuzak.
Auch in der heutigen Zeit kämpfen Elsterstädter Badmintonspieler bei Turnieren um gute Platzierungen und verzeichnen durchaus achtbare Erfolge. Nun bereiten sich die Zeitzer intensiv auf den Jahreshöhepunkt am 28. April vor. An diesem Tag findet das 9. Badmintonturnier um die Elsterstadtpokales statt. Trainingsmäßig ziehen die BSV-Sportler in die Halle der Berufsbildenden Schulen um. In der Werkstraße finden die Turniere im Einzel, Doppel und Mix statt. "Da die Spielflächen in der Wettkampfstätte größer sind, trainieren wir dort vorher, um uns an die weiteren Laufwege zu gewöhnen", erklärt Potuzak den kurzzeitigen Wechsel des Übungsplatzes. Man wolle sich gut vorbereiten und möchte auch bei diesem Wettkampf nichts dem reinen Zufall überlassen.
Trainingszeiten derzeit am Platz der deutschen Einheit dienstags von 18 bis 20 und freitags von 18 bis 21 Uhr.


























