Borussia Mönchengladbach
Gladbachs kleines Wunder

Tatsächlich mutet die jüngere Mönchengladbacher Fußball-Geschichte nicht nur für Stürmer Hanke wie ein Wunder an. Seitdem Trainer Lucien Favre die Mannschaft am 23. Spieltag der vergangenen Saison als Tabellenletzten übernommen hat, hat er das Team so weit entwickelt, dass es nach drei Spieltagen Tabellenführer ist. "Wir sind extrem zufrieden, man darf ja nicht vergessen, wo wir noch vor ein paar Monaten standen", meint der Coach.
Auffällig ist, dass Favre aus der Borussia eine Mannschaft gemacht hat mit klarem taktischen Konzept. Der Trainer lobte zuletzt vor allem das gute Flügelspiel. "Juan Arango und Marco Reus haben häufig die Seiten gewechselt. So lange sie die Rückwärtsarbeit nicht vernachlässigen, gebe ich ihnen offensiv diese Freiheiten." Und diese Freiheiten spiegeln sich am Ende statistisch in bemerkenswerten Zahlen wieder. Beim 4:1 gegen den VfL Wolfsburg kam die Borussia auf 62 Prozent Ballbesitz, 481 erfolgreiche Pässe, 15 Flanken und 20 Torschüsse. Das sind überragende Werte, die echte Spielstärke zum Ausdruck bringen.
Die neue Borussia steht auf Platz eins der Tabelle. Und wenn es etwas Negatives daran gibt, dann sind es die steigenden Erwartungen. "Im Fußball ist alles möglich", sagt Stürmer Raul Bobadilla und spricht sogar über leise Titelträume: "Ich hoffe - warum nicht?" Lucien Favre weist solche Gedankenspiele weit von sich. "Man darf nicht vergessen, dass wir vor wenigen Monaten noch gegen den Abstieg gekämpft haben. Es sind nur drei Spiele, die Saison wird dennoch enorm schwer für uns."


























