Burgenlandkreis
14-Prozentmarke ist geknackt
"Das Wetter spielt mit. Es gab keine Sommerflaute", erklärt Kuhnert. "Das freut uns schon sehr", sagt er weiter. Dem gegenüber stehen 4 763 Personen, die gekündigt wurden oder kündigten. Parallel konnten jedoch 5 079 Menschen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Gleichzeitig gingen in der Agentur 581 Stellenanzeigen ein. Das ist im Gegensatz zum vergangenen Jahr eine Steigerung von 30,6 Prozent.
Es gibt noch weitere positive Nachrichten. So steht der Bezirk Merseburg mit einem Rückgang von 399 Arbeitslosen in diesem Monat im Vergleich zum Juni an der Spitze von Sachsen-Anhalt, gefolgt von Wittenberg (-192) und Sangerhausen (-149). In Naumburg und in Weißenfels gleicht das Arbeitslosenniveau dem vom Vorjahr. In Zeitz ist es mit einem Rückgang um 182 Personen spürbarer.
Auch die Zahl der Erwerbslosen unter 25 Jahre ging herunter. Sie reduzierte sich im Vergleich vom Juli 2009 um 623 weniger auf 2 811. Es sind vermehrt die Lehrlinge, die von ihren Betrieben wegen der Entwicklung der Demographie übernommen werden. Denn immer mehr ältere Bürger scheiden aus dem Berufsleben aus und es mangelt an Nachfolgern. Das ergab eine Minderung von 18,1 Prozent. Kuhnert wagt in diesem Zusammenhang mit Blick auf die kommenden Monate positive Prognosen: "Wir gehen davon aus, dass wir allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten können", so der Geschäftsführer. Den derzeit insgesamt 492 suchenden Schülern stehen zwar nur 312 offene Stellen gegenüber, aber es würden bei der Arbeitsagentur immer noch Stellenangebote gemeldet werden.
Der Beruf Bürokaufmann beziehungsweise -frau steht an der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe. Hier kommen auf 64 Stellen 97 Bewerber. Begehrt ist auch die Tätigkeit des Kochs beziehungsweise der Köchin. 76 Bewerbungen wurden auf die 67 Stellen eingeschickt. "Das kommt von den vielen Kochsendungen", erzählt Kuhnert. Allerdings verfälschen sie den wirklichen Alltag in der Küche, der anstrengend und zeitaufwändig ist. Dies habe oft Ausbildungsabbrüche zur Folge. Bei den Fertigungsberufen sieht es hingegen anders aus. Auf 40 freie Stellen als Chemiearbeiter kommen lediglich 24 Interessenten. Beim Berufszweig Fleisch- und Fischarbeiter sind es sogar nur zehn Bewerber auf 44 Ausbildungsplätze.























