Sonnige Aussichten für den Flugplatz
Bisher liegt das große Areal mehr oder weniger brach. Im Mai 2009 schafften die Allstedter Stadträte per Beschluss Baurecht auf dem Gewerbegebiet "Allstedter Heide", doch wurde damals auch manchem Plan ein Riegel vorgeschoben. So dürfen sich dort industrielle Tierproduktion ebenso wenig ansiedeln wie großflächiger Einzelhandel. Investor Jacobus Nooren fand mit dem Solarpark eine Nutzungsmöglichkeit, die wie es scheint auf breite Zustimmung stößt. Das Areal "Allstedter Heide" scheint auch wie gemacht dafür, die Sonne einzufangen. Nooren: "Als der Militärflugplatz angelegt wurde, hat man nach einem Gebiet gesucht, wo sich am Morgen zuerst die Wolken verzogen haben. Man hat das geeignete Gebiet in der Hochebene gefunden, auf dem sich das Flugplatzgelände heute befindet. Hier hat man viele Sonnenstunden." Bis Ende 2011 soll der Solarpark auf der Allstedter Heide fertig sein. Noch acht Hektar groß sind die Flächen, die für Gewerbeansiedlung bereit stehen. Ihm sei auch daran gelegen, dass der Flugplatz weiter genutzt werden kann. "Das aktuelle Konzept schließt den Erhalt des Flugbetriebs ein", so Nooren, der auf eine Zusammenarbeit hofft.
Bürgermeister Richter meinte im Stadtrat: "Das ganze Vorhaben steht unter einem goldenen Stern. Nach vorsichtigen Schätzungen geht man von jährlichen Steuereinnahmen im sechsstelligen Bereich aus, die durch einen Solarpark in dieser Größenordnung hereinkommen würden." Nach den bisher vorliegenden Planungen, würde der Solarpark keine Auswirkungen auf den Flugplatzbetrieb haben. Bauamtsleiterin Karina Tetzel: "Die große Start- und Landebahn würde auf 1 350 Meter Länge gekürzt. Sie ist aber damit weiterhin für den Flugbetrieb so, wie er jetzt herrscht, geeignet. Und beide Projekte beißen sich auch nicht."
"Na, das sind ja mal richtig gute Nachrichten." Der Loderslebener Bernd Brix zeigte sich am Donnerstag sehr erfreut: "Wir haben jahrelang gegen die Mastanlage gekämpft, haben als Bürgerinitiative alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass eine solche Schweinerei mitten im Wald nicht genehmigt wird. Letztendlich haben wir gesiegt. Und wenn nun dort saubere Sonnenenergie gewonnen werden soll, dann kann ich das nur sehr begrüßen", so Brix. Auch der ehemalige Sprecher der Bürgerinitiative contra Schweinmast im Forst, Bernhard Schneider, zeigte sich erleichtert. "Scheinbar hat Herr Nooren nun wirklich begriffen, dass er mit seiner Schweinefabrik keine Chance mehr hat. Was er nun plant ist naturverträglich und in unser aller Sinn", sagte Schneider weiter.































