Mansfeld-Südharz
Solarenergie anstatt Schweinemast

Auch der ehemalige Sprecher der Bürgerinitiative contra Schweinmast im Forst, Bernhard Schneider, zeigte sich erleichtert. "Scheinbar hat Herr Nooren nun wirklich begriffen, dass er mit seiner Schweinefabrik keine Chance mehr hat. Was er nun plant ist naturverträglich und in unser aller Sinn", sagte Schneider weiter. Man könne nun nur hoffen, dass auch am Geiseltalsee der Bau einer Schweinemast verhindert werden kann. "Vielleicht hat Herr Nooren ja auch hier ein Einsehen und zieht seinen Antrag zurück. Man darf die Natur nicht wegen des Profits kaputt machen", wünscht sich Schneider.
Zu den Fakten: Auf dem Flugplatz in Allstedt sollen auf 108 Hektar Solarmodule aufgestellt werden. Allstedt Bürgermeister Jürgen Richter (CDU) informierte die Stadträte in der jüngsten Sitzung über diese neusten Vorstellungen des Investors Jacobus Nooren, dem das Areal des Militärflugplatzes gehört. Nooren hatte sein neustes Modell vor dem Wirtschafts-, Bau- und Finanzausschuss vorgestellt.
Jacobus Nooren fand mit dem Solarpark eine Nutzungsmöglichkeit, die wie es scheint auf breite Zustimmung stößt. Das Areal "Allstedter Heide" scheint auch wie gemacht dafür, die Sonne einzufangen. Nooren: "Als der Militärflugplatz angelegt wurde, hat man nach einem Gebiet gesucht, wo sich am Morgen zuerst die Wolken verzogen haben. Man hat das geeignete Gebiet in der Hochebene gefunden, auf dem sich das Flugplatzgelände heute befindet. Hier hat man viele Sonnenstunden."
Bis Ende 2011 soll der Solarpark fertig sein. Noch acht Hektar groß sind die Flächen, die für Gewerbeansiedlung bereit stehen. Ihm sei auch daran gelegen, dass der Flugplatz weiter genutzt werden kann. "Das aktuelle Konzept schließt den Erhalt des Flugbetriebs ein", so Nooren, der auf eine Zusammenarbeit hofft.
Nach den bisher vorliegenden Planungen, würde der Solarpark tatsächlich keine Auswirkungen auf den Flugplatzbetrieb haben. Dazu sagt die Bauamtsleiterin von Allstedt, Karina Tetzel: "Die Start- und Landebahn würde auf 1 350 Meter gekürzt. Sie ist aber weiter für den Flugbetrieb geeignet. Und beide Projekte beißen sich auch nicht."






























