Wittenberg
Mann wird tot aus der Elbe geborgen
Ins Wasser gegangen ist der 68-Jährige auf dem Gelände der WSG, am einstigen Strombad unweit der Dresdener Straße. Dort sind seine abgelegten Sachen aufgefallen und die Tatsache, dass er nicht zurückkehrte. Es handelte sich nicht um ein Mitglied der Sportgemeinschaft, gekannt habe ihn keiner, hieß es am Sonntag gegenüber der MZ. Nach Auskunft von Uwe Gerlach, Chef der Wassersportgemeinschaft, kam der Fremde am Vormittag auf das Gelände und fragte einen Segler nach dem Anbaden. Das hatte allerdings bereits am Sonntag vor einer Woche stattgefunden (die MZ berichtete). Es handelt sich dabei um ein überwachtes Schwimmen durch die Elbe. Der Mann soll sich nach Erhalt der Auskunft abgewandt haben und weggegangen sein. Als er das nächste Mal gesichtet wurde, befand er sich bereits mitten im Strom, berichtet eine Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte. Er sei dort aber geschwommen und habe keinerlei Anzeichen erkennen lassen, dass er Hilfe benötigt. Als der 68-Jährige, dessen Fahrrad am Sonntagnachmittag noch auf dem Gelände stand - die Sachen hatte die Kripo mitgenommen - nach längerer Zeit nicht zurück kehrte, haben sich Mitglieder der Wassersportgemeinschaft mit einem Boot zunächst selbst auf die Suche begeben. Sie brachen allerdings hinter dem Brückenkopf ab und informierten schleunigst die Einsatzkräfte, die den Schwimmer tot auf der Höhe von Piesteritz entdeckten und bargen.
Noch haarscharf gut gegangen war ein Vorfall in der vergangenen Woche. Ein vierjähriger Junge spielte im seichten Elbewasser, plötzlich versank der Kleine, die Mutter und eine Begleiterin eilten zu Hilfe, erwischten ihn zwar, trieben aber ab und tauchten immer wieder unter. Glück war, dass die Rettungsschwimmerin und Wassersportlerin Helga Freund in der Nähe war, beherzt ins Wasser sprang und helfen konnte (die MZ berichtete). Am Sonntag ging es nicht mehr gut, warum, darüber wird spekuliert. Vielleicht hat der 68-Jährige seine Kräfte überschätzt oder gesundheitliche Probleme bekommen. Uwe Gerlach jedenfalls warnt davor, alleine in der Elbe zu schwimmen. Im Verein sei geregelt, dass immer andere informiert werden müssen, die dann ein Auge haben auf den Badenden. "Bei Fremden ist das aber ein Problem." Der Fluss dürfe nicht unterschätzt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit liege zwischen sechs und sieben Kilometer pro Stunde.
































