Gesundheit
Krankenversicherung wird in Zukunft teurer
Minister Rösler will Kosten mit mehr Effizienz zügeln - Kritik an Praxisgebühr
erstellt 28.11.09, 11:35h

Bundesgesundheitsminister Rösler neben seiner Amtsvorgängerin Ulla Schmidt. (FOTO: DPA)
Berlin/ddp. Auf die Bundesbürger kommen nach den Worten von
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) steigende Ausgaben für
die Krankenversicherung zu. «In den nächsten 20 Jahren wird
Gesundheit nicht billiger werden», sagte Rösler der Zeitung «Die
Welt» (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Er wolle aber durch mehr
Wettbewerb im Gesundheitswesen dafür sorgen, dass Beiträge
effizienter eingesetzt werden.
Rösler kündigte an, die Finanzierung der Krankversicherung
schrittweise auf einkommensunabhängige Prämien umzustellen und durch
einen Sozialausgleich aus Steuern zu ergänzen. «Niemand wird
finanziell überfordert», versicherte er. «Wir brauchen einen
Ausgleich zwischen arm und reich und der ist besser im Steuersystem
aufgehoben.»
Steuererhöhungen schloss Rösler aus. «Die Steuern müssen nicht
steigen, nur weil wir einen Sozialausgleich finanzieren«, sagte er.
»Wie schnell die Prämie eingeführt wird, hängt davon ab, wie viel
Steuerzuschuss man geben kann.»
Rösler kritisierte die Praxisgebühr. «Ich bezweifele, dass die
Praxisgebühr die gewünschte Lenkungswirkung hat», sagte er. Die FDP
habe diese Form der Eigenbeteiligung immer abgelehnt. «Früher hat der
Arzt den Patienten gefragt, was ihm fehlt. Heute ist die Antwort
klar: Zehn Euro, Herr Doktor», sagte der Minister.












































